Ältere Mitarbeiter

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In der Schweiz haben immer noch viele Arbeitgeber das Gefühl, dass Mitarbeiter über 50 Jahre nicht mehr zu gebrauchen sind. Verliert jemand die Stelle, hat er kaum mehr eine Chance eine Anstellung zu bekommen. Dies trifft nicht nur ungelernte Kräfte, sondern auch Leute mit Hochschulstudium und bester Ausbildung.

Ich habe so einen Mitarbeiter. Er ist 56 Jahre alt. Mit etwa 50 verlor er seine Stelle, zuvor hatte er während mehr als 20 Jahren als Business Analyst gearbeitet.

Weil er noch junge Kinder hatte, war eine Frühpensionierung für ihn keine Option.
Zum Glück fand er eine Stelle bei einem Anbieter, welcher bei uns Test Analysten vermittelt.
Der Kollege kam letztes Jahr zu uns und hat sich in Rekordzeit eingearbeitet. Er ist aufnahmefähig, einsatzbereit und auch menschlich ein Schatz. Er kann aus einer langen Berufserfahrung seine Fähigkeiten einbringen.
Ich versuche jetzt, ihn als Test Manager bei uns zu positionieren. Denn er hat viel mehr drauf als er jetzt als Aufgaben hat.

Und ich weiss, er rennt uns nicht davon. Er ist froh in einem angenehmen Team zu arbeiten und weiss, dass wir seine Arbeit schätzen! Ein Junger Mitarbeiter, wäre beim kleinsten Problem wieder weg!

4 Gedanken zu “Ältere Mitarbeiter

  1. Ist hier vielfach genauso. Ältere Mitarbeiter kosten ja nur Geld und lassen sich nicht so einfach was sagen, ist so mehr oder minder der Vorwurf. Klar, sie haben eine ganze Menge Können normalerweise, warum sollte man das auch nicht bezahlen? Ein Meister bekommt mehr als ein Geselle, der Chefarzt auch mehr als ein Assistent – selbst wenn er nur abrechnet und nicht (viel) selbst operiert.

    Ich finde, die Firmen sind viel zu sehr auf s Geld, auf den Kommerz, den Gewinn aus. Soziale Verantwortung? Verwantwortung gegenüber der Gesellschaft? Das dürften dann wohl bei den meisten Fremdworte sein. Es ist einfach traurig, finde ich. In 10 bis 15 Jahren – wenn die Chefs dann nicht mehr auf dem Sessel sitzen – da dürfte dann das Problem der wenigen Nachfolger so richtig zum Tragen kommen.

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  2. Sabine Depew

    Ein super wichtiges Thema. Ich stelle fest, dass wenn ein größerer Teil der Belegschaft in den Ruhestand geht und gleichzeitig sowieso viele Veränderungen anstehen, eine Organisation ganz schön ins Schwanken gerät. Es fehlt die Ruhe und Gelassenheit sowie die Routine der Älteren.

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    • Das hat das Management einfach noch nicht begriffen, ich habe am Freitag wieder ein CV eines Inders abgelehnt, welchen sie mir aufdrücken wollten. Das CV passte an allen Enden nicht, mal schauen was für ein nächstes CV kommt, ich könnte wetten ein über 50 jähriger Schweizer oder Deutscher, den lade ich auf alle Fälle zum Interview ein. Jeder kann etwas dazu beitragen Menschen aus Europa eine Chance zu geben, die Argumentation muss einfach immer gut überlegt sein.

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