Spritze und so

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Die liebe Nachbarin, setzte heute dem Papi die Spritze, erklärte mir aber alles genau. So zum Beispiel rausklopfen von Luft, kurz zurückziehen, zum Check ob in Ader, dann kommt Blut, falls ja, nochmals raus und neu stechen.
Denn, das nächste Mal und ich denke das wird kommen, mache ich es, aber die Nachbarin wird mir zur Seite stehen und mich unterstützen. Wenn das dann gut geht, werde ich es alleine versuchen. Denn ich kann die liebe Frau ja nicht 10 mal zu uns beordern.

Ansonsten, na ja, nur etwas nervig heute, aber halt doch kein erholsames Wochenende.

Die nächsten 3 Tage arbeite ich von zu Hause aus, um im Notfall verfügbar zu sein. Bei zum Beispiel Fieber über 38 Grad, muss der Papi sofort ins Krankenhaus, muss auf eine spezielle Nummer anrufen und sagen, was er hat.
Das ist so wichtig, weil er fast keine weissen Blutkörperchen mehr hat und ein Infekt sehr schnell verheerend sein könnte. Der Zettel mit den Angaben, hängt in der Küche, liegt bei meinem Arbeitslaptop und beim Papi im Zimmer. Falls es passiert wenn ich wieder in Zürich arbeite, muss er per Taxi ins Krankenhaus (die Nummer schreibe ich ihm noch auf) und ich melde ihn dann telefonisch dort an.

Und falls bis am Wochenende alles weiter so gut läuft, werden wir den Papi mit sanfter Gewalt Drängen in seine eigene Wohung zurück zu gehen. Sein Medikamenten Dosett werde ich ihm bereit stellen für die Zeit und den Kühlschrank füllen. Ein paar Tage Distanz bis zur nächsten Chemo, wird uns gut tun..

6 Gedanken zu “Spritze und so

    • Das kommt auf das Blutbild an, falls ok 2 Wochen dazwischen oder 3.
      Und bezüglich Spritze, das mit dem rausklopfen der Luft stand nicht in der Anleitung und auch sonst, im Wissen da so etwas teueres und wichtiges zu Spritzen, möchte ich mir der Sache schon sicher sein.

      Gefällt 2 Personen

      • Sternchen

        Die Nachbarin war sehr gewissenhaft…haben die Aerzte eigentlich beim Alter Deines Vaters auch eine Einschaetzung abgegeben, wie seine Lebenserwartung ohne Chemo waere?

        Gefällt 2 Personen

      • Ja, er wäre ohne Chemo bis Ende Jahr nicht mehr am Leben, sagten sie. Da der Krebs sehr aggressiv ist und über die Lymphe halt schnell überall im Körper ist.

        Der Bruder des Freundes der Giraffe starb als Jugendlicher an diesem Krebs und dessen Vater hatte ihn auch, gleichzeitig wie der Bruder und überlebt. Was die Familie damals mitgemacht hat, unglaublich. Und die sind heute super gut drauf. Sie haben die Giraffe gleich ins Herz geschlossen 😉 Eben, an Dramen und Problemen wächst man..

        Gefällt 1 Person

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