Naive Schweiz

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Wir sollten ja keine Angst haben und uns darum zu Hause verkriechen.

Aber, wir finden, unsere Polizei ist viel zu unbekümmert. Mein Papi war heute bei uns und wir fuhren ihn aus der Stadt zu uns und wieder zurück. Mein Papi wohnt zentral in der Innenstadt gerade am Rand, dort wo das Stadfest war.

Und Männe kam recht nachdenklich vom zurückfahren des Papis zurück. Keine richtige Absperrung, nur eine einzeln aufgestellt Abschrankung mit Verbotsschild trennte die Strasse um die Altstadt von der Einfahrt ins Festgelände. Schon ein PW von dort in die Menschenmenge, hätte verheerende  Auswirkungen gehabt.

Ich denke so ungesichert, ist in Europa sonst kein Festgelände mehr, aber wir Schweizer wiegen uns immer noch in der Sicherheit, dass so was bei uns nicht möglich sein wird. Ich hoffe innerlich, dass da hinter den Altstadt Fenstern aufmerksame Scharfschützen lagen, dann wäre keine schwere Abschrankung nötig, den gezielte Schüsse könnten ein Fahrzeug leicht bremsen, aber ich denke, das ist nur ein Wunschtraum von mir.

Deshalb hielten wir uns heute gegen Abend, nur in den engen Gassen auf, wo kein Auto oder Lastwagen so einfach hineinfahren könnte. Sicher ist sicher.

Ach und ja, der rote Kater kommt ziemlich sicher Morgen oder Übermorgen zu uns. Ganz sicher ist es erst, wenn er bei der Giraffe und ihrem Schatzi im Auto ist, denn der Sportler der ihn dringend abgeben will, hängt doch noch an ihm und wackelt gerade etwas..

Aber wenn nicht dir der rote Kater, dann kommt bald eine andere Katze, das ist jetzt beschlossene Sache.

3 Gedanken zu “Naive Schweiz

  1. Jerowski

    Ich les hier ja bisher nur still mit, aber da kann ich mich einfach mal nicht zurückhalten:
    Ich weiß ja nicht genau, welche Stadt genau gemeint ist, aber eine größere Anzahl von Scharf- bzw. Präzisionsschützen hinter irgendwelchen Fenstern will ich mal nicht ausgehen (1. gibt’s davon nicht wirklich viele, 2. sind die gegen solche schnell beweglichen Ziele wohl wenig hilfreich. Außerdem hält so ein LKW ja auch ohne Fahrer nicht einfach an). Generelle ist das Problem meiner Meinung nach aber auch ein ganz anderes: Terroristen suchen sich ja ganz bewusst die sogenannten „weichen“ Ziele aus. Härten wir also jetzt eines (meist nachträglich, weil eben etwas passiert ist) mit großem Aufwand, suchen sie sich halt ein neues. Und ich fürchte, das dir und anderen genauso wie mir nach kurzem Nachdenken viele andere weiche Ziele einfallen würden. Irgendwann haben wir vielleicht jedes Dorffest mit immensem Aufwand an Geld und Personal und Einschränkungen der Freiheit abgesichert wie einen Linienflug, aber das bringt uns weder 100%ige Sicherheit für diese Feste, noch generell. Und das Geld wäre woanders sicher besser investiert.
    Eigentlich will ich auch bloß auf 2 Dinge hinaus: Genau diese Angst die ihr da habt ist das, was Terror erreichen will. Gleichzeitig ist diese Angst aber vor allem psychisch begründet, nicht statistisch real. Die Autofahrt zum und vom Fest ist wohl weiterhin gefährlicher, als die Terrorgefahr auf dem Fest.
    Aber das ganze zeigt meiner Meinung nach auch eines: Gegen Terror helfen verschärfte Sicherheitsvorkehrugen und teils drastische Freiheitseinschränkungen nur sehr begrenzt. Terror muss man an der Wurzel angehen (und damit meine ich nicht hauptsächlich irgendwelche polizei-militärischen Einsätze).

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    • Du hast recht, ich finde auch, dass wir uns nicht völlig einmauern dürfen.
      Aber das Stadtfest von dem ich spreche ist das Grösste jährlich wiederkehrende Stadtfest Europas, also gross.
      Darum hätten wir schon etwas mehr Sicherheit erwartet.

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      • Jerowski

        Ja, dann würde ich vielleicht auch etwas mehr erwarten… Soweit ich die Organisation von solchen Events kenne wird sich da aber schon eine Menge Gedanken gemacht. Am Ende ists dann ja hoffentlich zum Glück nicht nötig gewesen – oder es war das falsche :-/
        PS: Viel Erfolg beim Arzt!

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