Hicks zum x-ten 😉

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Apéro, Kollegin befördert und lange mit e- banking IT Chef gelacht. Als ich hin ging Migräne, nach 2 Bier weg und Morgen weiss ich von was der Kopf schmerzt. Hicks 😉

Man liest sich 😉 

Arbeit soll ja keinen Spass machen

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Das stand gestern in einer Schweizer Sonntagszeitung. Dass nur ganz wenige Leute das Glück haben, ihre Arbeit gerne zu machen.

Also ich arbeite gerne mit den lieben Mitarbeitern und leite gerne Projekte. Aber das Umfeld lässt schon etwas zu wünschen übrig und die Vorgesetzten und so eben auch…

Ich habe heute 11 Stunden gearbeitet, um den Mist von letzter Woche noch fertig zu protokollieren, mit Massnahmen ans Line Management,(dass sie darauf achten müssen dass wir informiert werden, es eskalieren müssen wenn nicht) und mit Massnahmen für uns. Ich wollte das Alles erst aufschreiben, nachdem das Issue gelöst und ich mit allen involvierten Parteien gesprochen hatte. Den falschen Leuten die Schuld in die Schuhe schieben, nein, das mache ich nicht, andere schon.

Und Morgen muss ich meinem Vorgesetzten noch melden, dass meine Überstunden schon wieder über der magischen Grenze sind, bei dem Theater was immer los ist, irgendwie nicht verwunderlich.

Und dann kann ich hoffentlich wieder das machen was ich gerne mache, nämlich meine Projekte leiten.

 

Schildbürger

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Das Theater ging heute weiter. Bis zur höchsten Eskalationsstufe, echt Gaga, wegen administrativen eingebildeten Risiken, weil in der Vergangenheit, wie gestern erwähnt, eine Baseline falsch gezogen wurde.

Wieder wurde das Ganze noch aufgefrischt von ständigen Chats und Telefonanrufen meiner sämtlichen Vorgesetzten..

Der Rede langer Sinn, der Typ der das Email dann bekam, zeigte als Erster in der verdammten Geschichte gesunden Menschenverstand. Er schrieb dem Release Zampado, das lasse sich doch durch einen SOS lösen. Und der sonst ziemlich eklige Release Chef winkte das ungerührt durch.

Und abends haben wir den Papi zu sich nach Hause zurückgebracht, denn die 2.te Chemo muss doch noch bis nächste Woche warten. Und wir brauchten mal etwas Abstand. Weil der Papi halt nicht rücksichtsvoll ist, die Putzerei mir anhängte und auch weil es ihm recht gut geht.

Aber er wäre lieber bei uns geblieben wegen der Gesellschaft, auch wenn er den ganzen Tag allein ist. Aber jetzt waren wir mal egoistisch. Und nächste Woche, wenn die Chemo startet, ist der Spatz bei uns, weil er in der nahen Stadt ein paar Tage Zivilschutz ableisten muss. Und der braucht ja auch ein Bett. Und ich werde dann halt abends noch zum Papi fahren und nach dem rechten schauen. Aber gerade nach der Chemo wird er eher wieder aufgekratzt und nervig sein.

Ach ja

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Heute nochmals zu Hause weil der Papi zur Kontrolle ins Krankenhaus musste.

Alles top, nächste Woche bekommt er schon die 2. Chemo. Nur doof, dass ich da nicht frei machen kann. Als ich ihm sagte, er müsse dann halt mit dem Taxi zu uns und ich käme dann abends nach Hause, fand er, dann könne er ja noch eine Woche länger warten.  Dabei echt, es ging ihm jetzt immer gut, da ist das doch nicht schlimm oder?

Morgen ist D- Day

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So, Koffer für nach Chemo bei Papi geholt und ihn ganz fest gedrückt. 

Morgen rückt er zur Chemo ein. Am Freitag irgendwann vor dem Mittag werde ich ihn abholen und dann geht es step bei step. 

Ich werden morgen gleich noch den Dienstag als Home Office eingeben, weil er da zur Nachkontrolle ins Krankenhaus muss. Und am Mittwoch habe ich selber Gyni Termin und arbeite darum auch von zu Hause. Egal, das ist halt so. 

Etwas Sorgen macht mir der Release und mein Team. Aber ändern kann ich es ohnehin nicht.

Ach ja war ja Frauentag

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Auf dem Intranet der Bank natürlich seit gestern Einträge über Frauen Gerechtigkeiten etc. welche nervig aufpoppten. Wie Schachtel Teufel.

Aber genügend Stress bei der Arbeit mit vielen Männern um mich rum und irgendwie hätte es mir heute als Frau sicher gefallen, vom Vorgesetzten ein Dankeschön zu erhalten für das Geleistete. Gab es noch nie, von dem Admin Chef, selber Schuld, mit guter Mitarbeiter Führung fördert man die Produktivität, aber die ist denen eh egal. 

Dem habe ich auch noch nicht gesagt dass ich bald wegen Papi kürzer trete, würde eh nicht helfen, da kann ich es auch bleiben lassen. Wenigstens habe ich in der Schweiz das Recht in so einer Situation die Überstunden zu verweigern und evtl stehen mir sogar noch ein paar zusätzliche Tage Urlaub zu. Das muss ich mal telefonisch im HR, in wo auch immer die stationiert sind, bei uns auf jeden Fall nicht, abklären 😉

Wenn ich diese Woche ausgefallen wäre, hätte es so was von geknallt 😜 aber im Moment tut der Stress gut, so habe ich keine Zeit für meine Sorgen. 

Müde

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Männe und ich wachten heute früh so zerschlagen auf, dass wir einen Zug 30 Minuten später nahmen. Ich dachte noch, wegen Fastnachtsmontag und Schulfrei in der nahen Stadt, hätte es weniger S-Bahn Passagiere. War nicht so, Männe durfte die ersten 18 Minuten stehen. Und als er sass, stand die S-Bahn dann noch eine Weile im Tunnel rum, wodurch Männe seinen Anschlusszug verpasste.

Sein Tag danach war besser als meiner, ich hatte, kaum im Büro bereits eine Eskalation am Hals. Und es ging nicht lange, bis ich Schokochef anschnauzte. Das habe ich noch NIE gemacht. Darum habe ich ihm dann mittags auch gesagt, was mir auf der Seele liegt. Eigentlich wollte ich es erst sagen, wenn ich mehr weiss. Aber bevor ich jemandem den Kopf abreisse…Er fand auf jeden Fall, ich solle mir dann die Zeit frei nehmen die ich brauche. Tönt gut, aber das ist wohl nur so dahergesagt und ich bekomme die Arbeit auch dann aufgebürdet.

Der  Papi kommt am Donnerstag in die Röhre und kriegt davor eine Zucker Infusion. Davon gelangt viel ins Hirn (ok), einiges an die Beule am Hals (vermeintl.ex Gliom) und bitte, bitte wenig an andere Orte. Erst danach wissen wir, wie weit fortgeschritten die Sch…schon ist.
Auch mit 83 rechnet man, wenn man sein ganzes Leben immer gesund war nicht mit so etwas. Die beiden Eltern meines Papis starben mit 91, seine 5 Brüder der jüngste 80, der älteste 90 leben auch alle noch. Da dachte er, er hätte noch lange..

Ein tolles Bild konnte ich mir heute vor dem inneren Auge zur Aufmunterung hervorrufen. Das vom Giraffen Freund, wie er breit von Ohr zu Ohr strahlte, als er nach gewonnenem Spiel vom Feld ging.