Ein Stein vom Herzen

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Denn, die Dokumente für die Steuererklärung für den Papi habe ich unserem Treuhänder des Vertrauens übergeben. Noch bevor das Steueramt kam, sozusagen ein Frühstart.

Dann habe ich etwa 8 Banken angeschrieben und sie nach Zinsausweisen per 31.12 und 29.01 gebeten, beilage Totenschein.

Dann noch 2 Immobilien Verwaltungen angeschrieben und nach Nebenkosten Abrechnungen gefragt und seine Kreditkarten gekündigt und dem Bildhauer noch ein Bild des Grabsteins geschickt und wegen Inschrift für den Papi noch mit der Lieblingstante konferiert. So von wegen ob der 2. Vorname drauf soll. Wir haben uns für ein R. des 2ten Vornamens entschieden.

Dann gab es noch ein Telefon vom Einen der 5 Brüder des Papis in der alten Heimat. Der fragte zu Recht ganz lieb, wie ich denn alles so auf die Reihe kriege.

Das alles frass Zeit von 17.30 bis 21.00.

Jetzt bin ich völlig fix und fertig aber habe doch einen Brocken vom Herzen. Das sollte gegen die Übelkeit nützen.

Das muss erstmals reichen

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Der Zeitpunkt der Trauerfeier ist gefixt. Ein freier Theologe welcher uns Begleiten wird, ist auch ausgewählt und gebucht. Die Traueranzeigen erscheinen Morgen in einigen Tages Zeitungen. In der alten Heimat des Papis und da, wo wir heute leben.

Blumenschmuck für die Beerdigung, zuerst Kirche dann Grab ist ausgesucht. Ah ja und in der Kirche haben wir auf Empfehlung, beide Nachmittags Slots gebucht. Weil, na ja, der grosszügige Felsen der Familie, war in seiner beruflichen Tätigkeit gut bekannt und es wird erwartet, dass es ziemlich Trauergäste geben könnte. Auch wenn doch schon viele aus seiner Zeit vor ihm gestorben sind. Aber um uns und die nachfolgende Trauergesellschaft nicht zu stressen, haben wir jetzt zwei Slots…Vor den vielen unbekannten Händen graust es mir, so mitten in der Grippe Saison, aber was sein muss, das muss sein. Ich habe schliesslich auch entschieden, dass die Trauerfeier öffentlich ist, denn er soll richtig verabschiedet werden, von allen und nicht nur von uns.

Ich bin jetzt als neuer Silber Rücken der Familie, auch die Besitzerin des Familien Baumgrabes, welches der Papi, so wie er halt war, schon bis ins Jahr 2044 bezahlt hatte. Ich war gestern mit Männe beim Baumgrab und habe für den Bildhauer Auftrag, die Grab Platte fotografiert. Heute war ich nochmals mit meiner Lieblingstante da, wir haben eine Kerze mitgebracht und der Mamman gesagt, dass der Papi bald zu ihr kommt. Und wir haben etwas gesungen…das Lied welches meine Mutter so mochte. Also die 2 Irren bei den Baumgräbern des Friedhofs in der Stadt zwischen dern 7 Hügeln, wären dann wir gewesen…Beim Papi waren wir auch nochmals für mehr als eine Stunde und da haben wir auch etwas gesungen. Und geplaudert und wir hatten immer wieder das Gefühl er bewege sich. Beim allerletzten Kuss, den ich ihm heute gab, war ich echt erstaunt, dass seine Wange, zwar eiskalt, aber weich war. Meine Tante testete das umgehend nochmals und bestätigte das Gleiche.

Jetzt bin ich emotional völlig ziemlich ausgelaugt und freue mich echt auf das Büro morgen, auch wenn es etwas doof ist, dass gerade Morgen die Zeitungen die Traueranzeige bringen, aber was sein muss, das muss sein.

Und den Emails an, welche ich vorhin kurz angeschaut habe, werde ich durchaus gut abgelenkt sein 😉

 

 

Traurig, wie wenn ich innerlich eine Wunde hätte

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Genau so fühlte ich mich heute beim Papi. Ich bekam keinen Anschiss, nein, das hätte nur oberflächlich geschmerzt, aber ihn stark geschwächt, zitternd und müde zu sehen, das war, was mich innerlich schmerzt, wie wenn in meiner Lunge keine Schleimhaut mehr wäre, oder so. Schmerz pur. Eigentlich ist es ja gut, Abschied nehmen in Raten, das macht es mir ganz zumSchluss leicht, aber ich hätte lieber alles auf einmal, wenn es bei ihm schnell gegangen wäre.

Aber es ist halt kein Wunschkonzert. Deshalb Step by Step, Day by Day. Und ich bin heilfroh, habe ich jetzt eine Arbeit mit weniger Meetings, so kam ich heute auch um 16.00 weg, um ihn zu besuchen. Arbeiten kann ich auch später am Abend, wenn es gerade nicht so schmerzt. Scheisse aber auch.

Die Zeit geniessen, denn…

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Gestern gabs keinen Post von mir, weil ich abends in Zürich den 1. Meditationskurs einer kleinen Serie hatte. Und das hilft. Genauso wie mir die Stunden, mit genau diesem Lehrer neben den Yoga Stunden im erholsamen Yoga Wochenende halfen. Ich muss natürlich üben, damit mein Zappel Hirn sich darauf einlässt daran gewöhnt, aber ohne das, ich weiss nicht wie es mir ginge.

Heute hatte ich über Mittag eine lange Pause, nicht zur Erholung, sondern weil ich mit dem Papi zu seiner Onkologing ging. Die Ärztin ist eine super Spitzenmässige Person, ich frage mich echt wie sie, neben dem ganzen Stress und den vielen Schicksalen so einfühlsam sein kann. Mir kamen fast die Tränen als ich sie mit dem Papi sprechen hörte.

Und na ja, das Fazit ist, wir müssen, sollen jeden Tag, den wir noch mit ihm haben geniessen. Denn das Scheisslymphom, liess sich durch die Bestrahlung nur temporär verkleinern, es wir wieder wachsen und wir haben alle, inkl. der Ärztin heute, den Verdacht, dass es genau das bereits wieder tut. Traurig, aber es lässt sich nicht ändern.

Dank dem Dankbarkeitstraining, welches ich schon im November machte, sehe ich immer genügend positive Dinge, auch beim Papi. Wenn er seelig Schnitz um Schnitz einer Orange isst, wenn er glücklich klassischer Musik lauscht etc. Die Ärztin fragte mich übrigens auch ganz lieb, wie es mir mit der Situation ginge, das fand ich auch aufbauend.

Dinosaurier Treffen :-)

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Mein Papi hat 5 Brüder, alle zwischen 81 und etwa 92. Und alle „noch“ am Leben. Mein Papi ist der Einzige, welcher in die Ferne 😉 gezogen ist, der Rest der Brüder lebt immer noch in und um Basel, bzw im Aargau. Durch die Distanz und das Leben, wurden die Kontakte die letzten Jahre immer weniger.

Als der Papi jetzt aber so krank wurde, habe ich seinen, nur ein Jahr jüngeren Bruder angerufen. Und seither, rief er mich öfters an um nach dem Zustand vom Papi zu fragen. Eben rief er wieder an, fragte wo der Papi jetzt sei und will ihn nächste oder übernächste Woche unbedingt besuchen.

Es ist zwar schon eine ziemliche Unternehmung für ihn, er wird per Zug reisen aber meine Tante rief gleich aus dem Off, das sei alles kein Problem, sie google die Adresse gleich mal (praktische Frau halt).

Dem Papi sage ich jetzt mal noch nichts, aber wenn sein Bruder ins Zimmer wackeln wird, werden die Tränen fliessen, da bin ich sicher.

 

Zu Hause

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Wir sind vom Berg zu Hause wieder ins Unterland zu Hause gewechselt.

Die Skipisten sind über diese Tage übervoll und wir geniessen sie lieber leerer.

Und zu Hause möchte ich noch Zeit mit meinen Vater verbringen. Und der Sohn der Lieblingstante reist auch an, um meinen Vater nochmals zu sehen. Dazwischen bleibt auch Zeit für Mukibude und Dinge erledigen, wie z. Bsp. sich mit den neuen Weihnacht’s Gadgets rumschlagen😉

Aber falls das Wetter am nächsten Wochenende einigermassen gut ist, düsen wir wieder hoch 😉

Bewegung hilft

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gegen die Jungs Pups Witze. Jetzt benehmen sie sich wieder wie „normale“ Etwachsene, bisher heute. Aber es kann ja noch kommen, später abends.

Auf jeden Fall genossen wir den Tag, trotz durchzogenem Wetter auf der Piste. Auch die Gespräche mit den Jungs auf den Sesselliften waren sehr angeregt. Man hat ja immer schön Zeit für Gespräche. Und es hatte „noch“ sehr wenige Leute. Das wird ändern, aber wir werden deshalb, vor allem bei gutem Wetter, einfach früh aufstehen und sehr früh die noch fast leeren Pisten geniessen. Das haben auf jeden Mann Männe und ich hier schon oft so gemacht und es ging gut. Die Jungs werden da wohl streiken, selber Schuld. Und Morgen bei Schneefall wird es eh ruhig sein, also gehen auch wir es ruhig an.

Mein Rücken ist gerade schwer beleidigt, aber mit Medikamenten und wärmendem High Tech umgewickelten Wärme Dings (will keine Spoiler Werbung machen) von jetzt bis Morgen früh, sollte das sich wieder beruhigen. Die viele Sitzerei über Weihnachten, plus die Zusatzstunden nach der Arbeit beim Papi, waren in den vergangenen Wochen Gift. Ich sitze sonst wirklich fast nur bei der Arbeit. Abends und am Wochenende nur zum Essen, sonst Bewegen oder Liegen. So kann ich einigermassen gut, ohne Bandscheibe in L5/S1, natürlich versteift, leben. Aber die Balance ist wichtig.