Distanz tat gut

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Gestern und heute war ich an einer Schulung bezüglich neuer interner Tools und Dank, ups, ja ganz unterschlagen, 4.ter Rolle wurde ich zu 2 Tagen Kurs verdonnert.

Gestern war es endlos langweilig, schlecht organisiert und ich sass wie auf Nadeln. Heute war es etwas besser und ohnehin, zum Schluss dachte ich mir mitleidig: Die welche die Schulung präsentierten, wurden sicher auch kurzfristig dazu verdonnert, ohne genügend Zeit oder Ressourcen. Und daran, dass die neuen Tools ziemlich schräg daherkommen und nicht in die Schweizer Tool Landschaft passen, hatten die Präsentatoren auch keine Schuld. Oder daran, dass man mit dem auf dem Schweizer Gerät installierten Browser im neuen System die Knöpfe nicht mehr sah. Meine Tester kennen das Phänomen und verbraten beim Testen viel Zeit mit Browsertests. Das ist offenbar bei den Angelsachsen noch nicht angekommen  😉

Ach ja und ich weiss jetzt auch warum mir in letzter Zeit, in wichtigen Systemen, plötzlich Daten verschwunden sind…das waren  Vorbereitungen zur Tool Integration.

Irgendwie tat mir der Abstand von der operativen Hektik aber gut, ich konnte reflektieren, fasste neuen Mut und Pläne, wie ich meine Arbeit noch besser…altes Muster ich weiss, aber doch schön, dass schon der kleine Abstand half.

Es war auch toll viele Kollegen aus anderen Bereichen, Orten, mit denen ich früher mal zu tun hatte zu treffen. Und ich denke, irgendwie ist ein Vögelchen zum Schokochef geflogen um zu fragen, warum die Anne so ruhig und so traurig dreinschaut, nix mehr mit der Sonne welche sie sonst versprüht. Auf jeden Fall sah ich im Email, wie er sich heute ziemlich vehement dafür einsetzte, mir neue Aufträge vom Hals zu halten.

Ob es mir hilft weiss ich nicht, evtl ist es zu spät, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

 

 

Endlich kann ich es wieder

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Heute habe ich wegen eines Kurses nur frühmorgens und abends von zu Hause aus gearbeitet.

Ich delegierte nochmals eine Arbeit an den Schokochef weiter, welcher zwar nett ist, aber die Leute wenn sie es aushalten, gerne überlastet.

Da gestern etwas gleich zurückkam, schrieb ich heute dazu, er könne es mir schon zurückschieben, es lande dann einfach zuunterst in der Inbox, bzw im Mäppchen und warte auf ruhigere Zeiten, welche aber seit 2 Jahren nie mehr da waren. Ergo, dann bleibt es liegen, ist mir Wurscht.

Da kam dann erfreulicherweise zurück, er bearbeite das von gestern und heute dann doch selber in den nächsten Tagen. Geht doch!

Und für Freitag habe ich einen Call zwischen mir, Schokochef und dem Linemanager reserviert, damit die 2 sich darüber absprechen für was ich zuständig bin. Ich mache es, weil der in der Linie denkt ich hätte keine Arbeit, bei 3 Rollen welche ich habe, aber bei 60 Leuten im Team, verliert er den Überblick.

Falls daraus keine Anpassung meiner Arbeitslast kommt, lege ich eine Rolle per sofort ab, obschon ich sie sehr gerne mache. Das werde ich ihnen auch so sagen. Und falls einer der zwei Herren absagt, schreibe ich nur zurück, schon in Ordnung, bis Freitags bin ich ziemlich sicher sowieso krank geschrieben und euch ist es offensichtlich auch egal  😉

 

 

Na ja

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Weiss auch nicht recht. Heute 9 Stunden gearbeitet mit einer Stunde Mittagspause von zu Hause aus. Business rief mit Mist Fragen an, riss mich aus der Konzentration der Riesen Stress Aufgabe, welche ich bis Freitag fertig haben muss.

Dann die Tochterfirma, zum 3. mal die oberdoofe Frage ob wir das bitte E2E auch noch testen könnten und bitte da das liefern und dort dies. Alles schon 3mal beantwortet, warum Nein und auch ab wann was dann testbar. Aber irgendwie kann man das noch so genau erklären, 2-3 Tage später kommt nochmals die gleiche Frage. Ja was denn jetzt? Soll ich zur Antwort zu denen fahren, den Kopfstand machen und aus dem Kopfstand das Gleiche nochmals erklären? Denn von Angesicht zu Angesicht bekamen sie letzte Woche die Antworten auch schon, aber normal sitzend und nicht im Kopfstand.

Dem etwas verstockten Entwickler der anrief, damit ich einem Entwickler in einem anderen Bereich etwas schreibe, nahm ich das nicht übel. Er arbeitet super, half mir auch schon, aber er ist halt scheu und manchmal etwas verstockt, nu denn, halt ein Superneard, das kommt mit einem Preis daher.

Und ich bezahle auch den Preis für die Schildbürger und mein verdammtes Pflichtgefühl. Ich habe das Gefühl ziemlich ausgebrannt zu sein.
Vielleicht merke ich es erst jetzt, wo ich Pausen mache. Keine Ahnung, eventuell geht es ja bald besser oder ich bin dann halt eine Weile krank geschrieben, hat sich genug lange angekündigt, nur hören wollte es halt keiner.

Super Team!!

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Der Donnerstag wird glaube ich zum Lieblingstag meines Teams und mir.

Einerseits habe ich mittags Yoga, das heisst eine lange, entspannte Pause, nach der mich „fast“ nichts mehr ärgern kann.

Fehlende Zeit zum Essen nach dem Yoga, egal. Und auch die Meetings die ich dann Schlag auf Schlag hatte, liefen wie am Schnürchen.

Das grosse wöchentliche Meeting meines ganzen Teams, wo wir über alle Projekte welche wir bedienen sprechen, begann schon mit einem Lacher und endet meist im Lachen.

Ich war, vor der Zeit, vor dem Raum, der Raum leider besetzt. Als meine reservierte Zeit anbrach, klopfte ich kurz und energisch an die Tür, und schritt entschlossen in den Raum, wo ich mit Schrecken sah, dass ich da unseren hohen Account…Guru gestört hatte…Und nur weil er es war, ging ich wieder aus dem Raum und schloss die Tür wieder. Mein Team draussen, guckte erstaunt. Ich sagte nur xy und alle wussten Bescheid und fanden es natürlich lustig, dass ich ihn fast aus der Raum geworfen hatte. Vor dem Mann habe ich riesigen Respekt. Er hat mich, wenn es um schnelle wichtige Entscheide ging, immer Unterstützt, ein Email von ihm kann Berge bewegen. Und er setzt sich stark dafür ein, dass unsere Arbeitsplätze in Zürich bleiben.
Wir warteten kurz und nach wenigen Minuten, kamen der Guru und das nicht so hohe Gefolge aus dem Raum. Ansonsten hätte ich hektisch nach einem freien Raum suchen müssen.

Das Meeting danach war effizient und konzentriert, Lacher auf meine Kosten gab es eh, weil ich die Meeting Minutes gleich mitschreibe und dabei zum Team und nicht auf die Tasten schaue, merke ich über das Lachen des Teams, wenn ich auf einer falschen Zeile schreibe, also etwas überschreibe oder so.

Aber auch sonst, waren alle fröhlich, trotz des Endspurt Stresses. Die Interfaces stehen schon zu 95%, die wichtigsten Services sind schon komplett und was fehlt, ist auch auf gutem Weg. Vor 2 Wochen, sah es noch ganz anders aus.
Nach etwa 50 Minuten Meeting, ging ein fröhliches Team, mit fröhlicher Projektleiterin aus dem Raum.

Ist das nicht Geil??? Das ist mein Motor, welcher mich antreibt!

Ach ja

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Mehr als 2 Stunden damit verbraten, eine englische Spezifikation eines fahrigen Mitarbeiters gegenzulesen. In jedem 2. Satz ein peinlicher Schreibfehler, „pic“ statt „peak“ etc. Eigentlich sollte ich solche Dinge nur einmal High level durchlesen, Abnehmen tut das Business dann den Inhalt. Aber so kann man das Ding ja nicht raussenden. Ich könnte dem Typ echt den Hals umdrehen. Ich muss noch überlegen, wie ich meine Kritik formuliere.

Und ein anderer Mitarbeiter zitierte heute mich und Schokochef in ein Meeting um sich dann zu beklagen, dass seine Bewertung nicht so gut gewesen sei. Dann beklagte er sich, dass ich ihm Aufträge per Email erteilt habe, sogar auch vor dem Wochenende. Ich solle ihm die Aufträge, wenn schon, doch bei einem Kaffee übergeben. Na was denn, gehts noch??   Ich fragte ihn, von wem, wenn nicht von mir, er denn Aufträge erhalte?? Aussuchen und nur machen was ihm passt, geht halt nicht immer. Und bei einem Kaffee?? Das fand auch der Schokochef ziemlich zum brüllen. Ich weiss aber, warum er Arbeitsaufträge, wenn schon, dann lieber bei Kaffee bekäme. Dann ist nichts schriftlich da und er kann sich drücken.

Ach und ein neues Notebook wird in der Firma über Nacht noch mit meiner Software etc überspielt. Ab Morgen früh, kann ich hoffentlich wieder mit 2 Bildschirmen arbeiten.

Aber jetzt ist Feierabend und Männe ist ja da!!!

 

 

 

 

 

Versteckte Kamera die 2.te

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Eigentlich dürfe ich ja nicht klagen, meinte Schockochef heute, als wir endlich telefonieren konnten. Denn einige Leute können im Moment nicht mehr im Home Office arbeiten, weil das System ihre Zugriffe gefressen hat.

Bei mir lief  der Zugriff, wie gestern Abend getestet, wunderbar. Auch heute Morgen bekam ich Verbindung, aber telefonieren??? Wer braucht schon Telefon  😉

Bis mein Internet Telefon über den Kopfhörer funktionierte und nicht nur übers Laptop Mikrofon, brauchte es 2 Neustarts. Und 2 calls lang amüsierte / nervte ich die Teilnehmer mit meiner schlechten Tonqualität. Und wer meint ich hätte da etwas verstellt oder selber wieder einstellen können, nada, die Einstellung liess sich nicht von mir ändern, aber nach dem 2ten Restart hatte sich das wieder entwirrt.

Ansonsten muss ich neuerdings an den komischten Orten mein Passwort eingeben, ich hoffe das legt sich wieder, denn es hält mich im produktiven flow sehr auf.

Und ich frage mich echt, ob ich an einem Experiment teilnehme, wo gemessen wird, wieviel IT Ärger ich aushalte. Viel, aber jetzt reichts langsam, gut habe ich bald Ferien, da können die Systeme sich in der Zwischenzeit beruhigen  😉

 

Sass wohl am richtigen Ort heute

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Ich sass heute direkt neben Schokochef und ich glaube, das half, dass ich ihm danach nicht an die Gurgel springen musste.

Denn während er am Telefon mit der Obrigkeit diskutierte, ob man mir nicht noch mehr Arbeit aufbürden könnte, hatte er die ganze Zeit meinen entschlossenen, bzw. bösen Blick mit 2 grossen schwarz blitzenden Kuller Augen auf sich gerichtet, ich denke er hat deutlich gerochen, dass ich so etwas nicht geschluckt hätte.

Hätte er mir das Besprochene auch noch aufgeladen, wäre ich auf der Stelle nach Hause gefahren und hätte mich ins Bett gelegt, völlig egal, ob mich das dann den Job gekostet hätte. Denn das wäre dann wirklich die Expresschiene zum Burnout gewesen. Irgendwo reicht es langsam, also liege ich evlt bald „freiwillig“ im Bett, oder ich fliege zu Mann und Beluga in die Südsee 😉