Wunderbare Familie

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Der Besuch von Spatz und Spätzin vom Genfersee, war genau das, was mir gut tat. Zwei zusätzliche, fröhliche, liebe Menschen im Haus, kann man immer brauchen 🙂

Sie gingen ab und an eigene Wege, wie Männe und ich auch, aber heute Nachmittag waren sie pünktlich zum Kaffee und Kuchen mit meinem Papi und der Lieblingstante wieder da.

Und na ja, es gab dann wieder mal ein babylonisches Sprachengewirr, zwischen Englisch, Französisch und Deutsch.

Der Papi hat jetzt die 6 Chemotherapien hinter sich und auch schon eine Immuntherapie. Die letzte Immuntherapie folgt in 10 Tagen. Krass ist, das seine Haare jetzt bereits wieder nachwachsen. Nicht mehr grau/weiss wie vorher, sonder richtig weiss, weisser ginge gar nicht. Aber sie wachsen!

Es geht ihm, jetzt wo es nicht mehr so heiss ist, auch wieder recht gut.

Danach habe ich mit der Spätzin, das Gras, den kleinen nervigen Klee und die Hirse welche auf unserem Sitzplatz spriessten ausgezerrt und dann noch mit kochend Wasser nachgeglüht…so ist 3-4 Wochen Ruhe, bevor es wieder wächst. Es sieht jetzt sehr proper aus. So zu zweit und fröhlich plaudernd, ging es wie der Blitz…Und sie ist wie ich, sie macht so Dinge gern 😉

Danach haben wir gegrillt, und jetzt können wir alle nur noch rumrollen….auch so etwas darf mal sein…

Wohlige Grüsse

Anne

Sehr vertraut und Röstigraben

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Der Spatz und die Spätzin kamen heute am frühen Nachmittag an.

An „normalen“ Samstagen kochen wir mittags nichts, heute schon 😉

Nach dem gemütlichen Mittagessen zogen die zwei Spatzen los in die Kletterhalle in der nahen Stadt…nach den Stunden im Auto, vom Genfersee zu uns, wollten sie sich gerne etwas körperlich austoben. Etwas irritiert kamen sie dann zurück, man hätte ihnen beim Eingang ein Dutzend Regeln laut vorgelesen unter anderem müssen man IMMER Magnesium benützen und man dürfe die Schuhe nie ausziehen und die Trinkflaschen dürfen nur in einem ganz bestimmten Bereich abgestellt werden. Ganz anders gehe es da in der heimischen Kletterhalle in Lausanne zu und her. Hier werden keine Regeln vorgelesen und wenn man müde sei, setze man sich, barfuss oder wie auch immer in die Bar in der Halle und schaut den anderen Klettern zu. Da spürte auch die Spätzin, welche Slowakin ist, den Röstigraben deutlich.

Während ich die Pizza zum Abendessen belegte, stand die Spätzin an den Küchentürrahmen gelehnt bei mir und plauderte fröhlich. Der Spatz sägte in der Zeit mit Papas Unterstützung irgend ein vorstehendes Teil an den Steigeisen der Spätzin ab…Papas Werkbank im Keller wird noch gerne benützt 😉

Die Spätzin ist erst zum zweiten Mal bei uns, aber sie ist mir schon sehr vertraut. Das ist auch kein Wunder, denn sie ist ein ganz herzliches, offenes Mädchen. Da hat der Spatz eine super Partnerin gefunden.

Jetzt sind die jungen Leute an den Musik Festwochen und wir Alten schauen gemütlich Leichtathletik WM. Ah ja und meine Polar Uhr zeigt für heute 16’360 Schritte.

3 und ja es reicht mit den traurigen Nachrichten

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Heute stand plötzlich der, der in der Tür steht, der doch Freitags nicht kann, vor mir. Den Kollegen kenne ich seit etwa 10 Jahren, als ich ihn als Freelancerin in einer anderen Bank kennenlernte.

Er war dann plötzlich auch in der wo ich jetzt bin, dann weg und jetzt wieder da.

Leider mit nicht so guten Nachrichten. Er hatte Nierenkrebs und hate vor kurzem die Entfernung Op seiner Niere. Glücklicherweise früh gefunden, da bei Routinekontrolle Blut im Urin war.

Aber er tut mir so leid, denn in dem Bereich wo er jetzt ist, hatte er vor 2 Jahren fast ein Burnout. Und auch er sagte mir, er hätte ja jetzt erst 2 Projekte, aber bald seien es sicher wiede 5. Ja, das kenne ich. Und wenn man dann mal was nicht mitbekommt, einen winzigen Fehler macht, dann wird einem der Kopf abgerissen.

Aber, Kopf leeren, noch 3 Tage dann sind Ferien!!

Erste Schritte geschafft ;-)

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Der Spatz war übers Wochenende in der alten Heimat und hatte seine Freundin dabei. Kennengelernt hat er sie an der EPFL in Lausanne, wo die beiden im gleichen Doktorats Jahrgang sind. Alle bisherigen Freundinnen, wurde uns nicht vorgestellt.

Und ich hatte etwas Bammel. Die Giraffe hat uns ihre Partner immer gleich vorgestellt, sie ist da sehr offen. Aber bei Tochter und Partner gibt es in der Regel ja auch nicht so grosse Friktionen.

Aber bei Schwiegermutter und Tochter? Ich will auf keinen Fall als Schwiegermutter Hexe Enden. Ich denke die ersten 2 Tage des Kennenlernens liefen gut, die Spätzin ist fröhlich und sehr offen und man sieht, dass sie und der Spatz sich viel zu sagen haben. Und man merkt, dass die junge Frau, obschon weit weg der Heimat lebend, von ihren Eltern aus der Ferne behütet wird. Sie wirkte absolut nicht heimatlos.

Etwas lustig hat sich die Giraffe benommen. Sie hatte sich auf gestern Abend angemeldet, als wir noch nichts vom Besuch der beiden Spatzen wussten. Die Giraffe freute sich sehr, ihren Bruder zu sehen (die beiden standen und stehen sich sehr nah). Auch die Spätzin wurde von  ihr gleich offen, per Küsschen begrüsst.

Aber danach setzte sich die Giraffe fast auf meine Knie und musste den ganzen Abend absolut demonstrieren, wer die Tochter des Hauses ist!

Sehr irritierend, weil sie sonst gerade bei mir, nicht anhänglich ist. Sie ist eher ein Papa Kind. Sie war den ganzen Abend schnurrend anhänglich. Vielleicht war auch etwas anderes im Busch, keine Ahnung, aber ich muss das beim nächsten Familien Treffen beobachten. Nicht dass die Spätzin sich da ausgeschlossen fühlt.

 

3

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Um 22 Uhr habe ich geschlafen und heute früh meine beiden frühen Telefon Wecker trotzdem ignoriert. Ich bin nach 8 Stunden Schlaf, lange nach dem Wecker, von selber aufgewacht.
Kein wirkliches Problem, denn ich machte wegen der fälligen, jährlichen Zahnkontrolle Homeoffice.

Da mein Arbeitsweg nur eine Treppe runter war, sass ich doch schon vor 7 Uhr am Rechner. Und sass dort wie angeklebt, 6 Stunden am Stück.
Ein produktiver Issue an der Kundenfront, von einem Mitarbeiter verursacht, der heute dafür nicht arbeitete und unerfahrene Mitarbeiter im Support, welche keine Ahnung hatten, liessen das Problem länger in Produktion als nötig, grummel, stampf.

Zum Mittagessen kam ich erst, nach dem Zahnarzt um 15:00,was kein Problem war, denn Stress stellt mir immer zuverlässig den Hunger ab.

Zum Glück sind nicht alle Tage so 😉

Und ach ja, noch 3 und dann kann die Bank und mein Team mal 2 Wochen ohne mich auskommen 😉

Lustige Schnipsel der Woche

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Es ist ja nicht so, dass ich nur Stress habe. Ein paar lustige Begebenheiten gabs aber auch.

Während einem Schätzmeeting, stürzte zu Beginn mein Laptop ab. Also der Screen wurde nicht gleich schwarz oder blau, nein er fror ein. Darum versuchte ich zuerst den Task Manager aufzurufen, das ging auch nicht. Der Neard der neben mir sass, schaute neugierig auf meinen Bildschirm, um zu sehen, was ich so treibe..nur sah er nichts, war irritiert, und rutschte deshalb näher zum mir.
Dann seine erstaunte Frage: „Hey, ist das eine Sichtschutzfolie auf dem Bildschirm? Das ist ja cool!“ und zum Rest des Teams: „Man sieht echt nur was wenn man von vorne hineinschaut!“ Damit hatte ich dann gleich 3 Jungs, welche mir beim booten neugierig über die Schultern schauten 😉

Beim gleichen Meeting, zeriss es mir plötzlich die Excel Zeilen. Vorführeffekt im formatierten Ding. Aus allen Richtungen kamen hilfreiche Kommentare. Hätten nicht so viele Augen zugeschaut, ich hätte es mit „ctrl z“ wieder in Ordnung gebracht, aber so, liess ich die Finger von der Tastatur und der Neard neben mir rettete mit ein paar Klicks wieder die Ansicht.

Das ist das Teamwork und der Spirit, den ich liebe!

Und gestern, erhielt ich cc ein Email vom giftigen Overall Release Manager an meine Philippinische Mitarbeiterin gerichtet: „So ein dummes Email mit so einer doofen Frage solle sie ihm ganz sicher nicht schreiben…“

Hmmpf, über dumm kann man diskutieren, ihre Frage war berechtigt…aber gut, ich habe das Email gleich einem anderen Mitarbeiter weitergeleitet für seinen“Best off Release Manager xy“ Folder, dort sind all diese entgleisten Kommentare gesammelt. Er hat mittlerweile eine köstliche Sammlung.
Dies habe ich der Mitarbeiterin auch grinsend mitgeteilt. Sie wirkte darauf sehr erleichtert,das Email hatte sie erschreckt.

Tage wie diese

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Gestern war einer der Tage, die nervig beginnen und prächtig enden. Morgens am Bahnhof rannte ich knapp in der Zeit zum Zug und musste, da die Einstiegstüre defekt war, noch eine Wagenlänge weitersprinten. Als ich dann eine funktionierende Türe fand und mit Schwung einstieg, geriet ich erstmals heftig ins Rutschen und Rudern. Der Boden der neusten S-Bahn Generation ist schon bei geringer Feuchtigkeit sehr rutschig. Da es bei uns oft regnet und man auch des Öfteren, ich auf jeden Fall, mit einem Sprung in der S-Bahn landet, ist das doch eher grenzwertig. Wer hat die Kriterien für diesen Boden aufgestellt? Außerdem fiel ich dabei fast einem lieben ehemaligen Arbeitskollegen, welchen ich einige Monate nicht gesehen hatte, auf den Schoss. Es gibt echt weniger peinliche Wiederbegegnungen.

Danach wurde der Tag aber immer besser. Beim Mittagessen fragte mich ein deutscher Kollege, ob ich ihn denn wenigstens noch zu 49.6 % gern habe. Grinsen meinerseits, mit meinem Migrationshintergrund zu 100%. Er dankte mir, uns Schweizern, herzlich für das Hochziehen der Grenzen. Er sei ja schon drin und damit sei die Tagesrate-Drückerei wohl beim nächsten Auftrag beendet. Wo er Recht hat, hat er Recht. In 6-8 Jahren wolle er sich in die Pension zurückziehen, dann werde es in der Schweiz auch keine IT mehr geben. Diese werde mangels Nachwuchs vollständig nach Polen ausgelagert sein. Möglich wäre es, ich hoffe aber nicht, das es so krass eintritt.

Den Abend verbrachten mein Mann und ich im Theater. Endo Anaconda, ergo Stiller Haas, ergo Flückiger (siehe da, eine 3 geteilte Persönlichkeit) brachte meine Hirnwellen in ruhigen Einklang. Dieser Mann bringt einen mit seiner Band, seiner Musik und seinen melancholisch nachdenklichen Texten zum Philosophieren. Wenn wir nur alle so weise wären, würde unser Land anders aussehen.