Jetzt mal Räumstopp

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Mein Rücken bockt gerade wie blöd, weil ich mich ich in Papis Wohnung zu oft gebückt habe.

Und halt auch wieder lange Arbeitstage. Viel Arbeit, 2 Stunden pendeln täglich. Oder wie heute Home Office, vor 07:00 am Rechner und dafür bis kurz vor 18.00. es ist zum Mäuse melken, im Moment.

Und auch sonst noch genug am Hals. Letzte Arztrechnungen, Versicherung, schon Rechnungen für die Abdankung, mit speziellem Formular, der Hauptbank vom Papi eingereicht. An spezielle Stelle dort. Dann noch Rückforderung an seine Krankenkasse gemacht. Tagsüber noch wegen falsch ausgestelltem Auszug, per eben nicht Todestag, mit der Post Finance am Telefon Zeit verbraten. Und dann noch persönliche Zahlungen online erledigt. Das musste auch mal sein und wegen Ferien Anzahlung mit Freude bezahlt!

Aber räumen beim Papi, lasse ich mal auf der Seite.

Und am Freitag gehts ab in die Berge. Wenn ich schon ohne jegliche Hilfe meiner Schwester, alles alleine mache, dann nehme ich mir die Zeit, welche ich brauche dazu.

Na ja, Administration

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Alle Banken wo ich aus der Steuererklärung 2016, beim Papi Konten sah, hatte ich angeschrieben. Und um einen Auszug per 31.12.17 und einen per Todestag 29.01.18 gebeten.

Von allen bekam ich Antwort, aber bei einer…da war bei zwei von 3 Konten, der Abschluss  per 19.01.2018…da hat sich der / dieAngestellte im Datum verhauen.

Ich hoffe, ich kann das Telefonisch lösen, am nächsten Home Office Tag. Wobei ich mit Sicherheit 15 Minuten hin und her umgestellt werde und in der Leitung mit Musik stecke, mal schauen ob es so geht um den Auszug per Todestag zu erhalten. Und bei der Pensionskasse muss ich doch auch noch anrufen, denn es kam noch nichts..offenbar ist der Brief mit dem Totenschein dort tatsächlich in ein schwarzes Loch gefallen.

Ansonsten war ich heute mit Männe in der Papi Wohnung, da ging das räumen doppelt so schnell und ich musste nicht alleine alles die Treppen runter schleppen.

Emontional anstrengend war es, als sein Kleiderschrank leer war. Da habe ich geheult wie ein Schlosshund. Einfach, alles weg, ausradiert. Dabei, ich weiss doch wirklich, er kann die Kleider ja nicht mehr tragen. Aber es hat doch weh getan.

Aber nun ja, ich habe zum Abschluss noch den Blick in den einen wunderschönen alten Holzkasten im Wohnzimmer gesteckt und Bingo, da hängen noch unzählige Mäntel von ihm drin.

Also hat er doch noch was 😉 Und ich dann nochmals einen Grund zum Weinen. Eventuell gehen wir Morgen Nachmittag nochmals 2 Stunden räumen und sortieren, mal schauen.

Ausserdem bin ich sooooo froh, dass mein Papi kein Messi war und auch sehr ein organisierter, ordentlicher Mensch. Etwas viel Lesebrillen haben wir gefunden und etwa ein Dutzend Scheren (in einer 3.5 Zimmer Wohnung), aber sonst alles im absolut normalen Rahmen.

Und meinem Rücken habe ich danach zu Hause eine Runde Yoga gegönnt, das brauchte er auch, die viele Bückerei beim Schubladen ausräumen war Gift für ihn.

26 Stockwerke trotz Homeoffice

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Ich habe vor 07:00 im Homeoffice zu arbeiten begonnen und hatte um kurz vor 16:00 alle Pendenzen erledigt. Darum hüpfte ich dann ins Auto und flitzte zu Papis Wohnung. 2 Stunden habe ich Dinge sortiert, aufgeräumt, immer mit dem Ziel systematisch vorzugehen und alles nur einmal anzufassen. Etwas komisch war es, so in die unbewohnte, seelenlose Wohnung einzutreten, aber danach liefs gut. Aktivismus hilft.

Dann gings Treppen runter, wieder hoch, bis Abfall im Container, Papiere zum aufbewahren und zum entsorgen und 2 Säcke Kleider im Auto waren.

Der Anfang ist immer zäh, drum habe ich ihn heute gemacht und ich bin enorm erleichtert 😉

Schönes Wochenende euch Allen!

Morgendliches Schlemmerfest

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Um 5 Uhr war genug herumgewälzt und ich stand auf. Und es ging mir echt prächtig. Im Kühlschrank war noch leckerer Pflaumen und Apfelkuchen von der Trauerfeier, dazu Kaffee und die schnurrende Katze.

Jetzt im Zug, ist es mir dafür übel, mein Magen beklagt sich. Kommt davon, wenn man so früh, soviel schlemmt 😉

Schwarze Löcher in der Administration

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Einen Tag nach dem Tod vom Papi, habe ich seiner Pensionskasse, einen Brief mit Todesmeldung und Totenschein geschickt.

A- Post, also innerhalb eines Tages beim Empfänger. Leider ist er dort irgendwie in einem schwarzen Loch verschwunden. Denn seine Kasse bittet mich jetzt, um seinen Totenschein. Seltsamerweise hat auch meine Pensionskasse so schwarze Löcher. Bei beiden Steuerspar/ Deckungslücken schliessen Einzahlungen, im letzten Jahr, ging mein, obligatorisch sorgfältig ausgefüllt und eingereichtes Formular unter.

Aus Erfahrung weiss ich, dass es in der Regel vom schwarzen Loch wieder ausgespuckt wird.

Ich kann jetzt:

  • Angepisst anrufen, wochentags, zwischen 09:00 und 16:00, da hab ich ja immer gut Zeit 😉
  • Den Mist nochmals, eingeschrieben, senden
  • Einfach nix machen, abwarten und hoffen, dass das schwarze Loch es wieder zu Tage fördert
  • Und inständig hoffen, dass es bei den angeschriebenen Banken nicht auch noch schwarze Löcher gibt.

Nervig so was, das braucht es nicht 😢

Ein Stein vom Herzen

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Denn, die Dokumente für die Steuererklärung für den Papi habe ich unserem Treuhänder des Vertrauens übergeben. Noch bevor das Steueramt kam, sozusagen ein Frühstart.

Dann habe ich etwa 8 Banken angeschrieben und sie nach Zinsausweisen per 31.12 und 29.01 gebeten, beilage Totenschein.

Dann noch 2 Immobilien Verwaltungen angeschrieben und nach Nebenkosten Abrechnungen gefragt und seine Kreditkarten gekündigt und dem Bildhauer noch ein Bild des Grabsteins geschickt und wegen Inschrift für den Papi noch mit der Lieblingstante konferiert. So von wegen ob der 2. Vorname drauf soll. Wir haben uns für ein R. des 2ten Vornamens entschieden.

Dann gab es noch ein Telefon vom Einen der 5 Brüder des Papis in der alten Heimat. Der fragte zu Recht ganz lieb, wie ich denn alles so auf die Reihe kriege.

Das alles frass Zeit von 17.30 bis 21.00.

Jetzt bin ich völlig fix und fertig aber habe doch einen Brocken vom Herzen. Das sollte gegen die Übelkeit nützen.

Trauerkarte vom neuen Team

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Heute chattete mich der Pralinenchef an. Er hätte eine Karte für mich. Nett dass er es so ankündigte. Ansonsten spontan zum Chef, heisst hier in der Bank nix gutes.

Er kondolierte mir zum 2 mal und gab mir die Karte voller Unterschriften und lieben Worten. Supernett. Und ansonsten. Zu Hause liegt auch schon ein Berg, aber ich hielt mich fern. Geschäftsanlass, erst knapp vor Mitternacht zu Hause und dann wohl nachts wieder heulen. Aber irgendwann am Tag muss es ja hochkommen.