Schicksale, sich schauen

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Als ich letzthin mit einem Kollegen in der ruhigen Kantine beim späten Mittagessen sass, ging draussen, ein mir vom sehen bekannter, mittelalterlicher Mann mit seinen Kindern vorbei.

Der Kollege sagte: „Schau, das war mein 1. Chef, als ich hier arbeitete. Und, der hat vor einiger Zeit eine Hirnblutung gehabt und ist seither krank geschrieben.“ Tragisch, der Kollege ist noch keine 45, schlank, rauchte nicht, hat noch Kinder im Kindergarten Alter. Und er erzählte gleich noch von einem anderen Mitarbeiter im Haus, welcher auch erst kürzlich durch eine Hirnblutung ausser Gefecht gesetzt wurde.

Das sind so traurige Stress Geschichten, welche ich höre. Und, deshalb bin ich froh, vom Stress Job wegzukommen. Den übernimmt das Arschloch, und seit gestern bekannt, noch zusätzlich ein  Oberblender.

Jetzt können die sich kaputt arbeiten, obschon, das machen sie ja eben nicht. Aber sie konnten sich das Blenden auch nur erlauben, weil andere für sie mitarbeiteten. Das wird jetzt schwierig, mal schauen wie die sich da herauswinden.

Und ich schiebe die Zweifel, ob die neue Rolle und die Aufgaben mir dann wirklich passen,  weit von mir. Ich kann genau, systematisch und fleissig arbeiten, also wird das schon gut werden.

Stockholm Syndrom

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Ich traf heute Männe im Heimwärts Zug und sagte stolz. 9.5 Stunden gearbeitet, aber 30 Minuten Mittagspause gemacht, habe einmal kurz für 5 Minuten mit einer Kollegin geplaudert und zweimal kurz auf dem Telefon im Tagesanzeiger die Schlagzeilen angeschaut. Und ich war stolz auf mich, diese Pausen gemacht zu haben. Männe äusserte empört. „Du leidest an dem Stockholm Syndrom!“

Ja ich weiss, immer noch zu wenig Pausen, aber ich bin dran nicht mehr immer schneller und schneller zu arbeiten. Umlernen braucht Zeit und Nein sagen auch. Und ich arbeite NIE mehr mit starken Schmerzen oder krank, das habe ich mir versprochen. Mehr kann ich nicht machen, in dem Umfeld, es ist aber erstmals ein Anfang.