Wunderschöner Abend gestern

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Der gestriege Abend war wunderschön. Auch wenn ich manchmal etwas traurig wurde, wenn ich den Papi, mit seinem fast haarlosen Kopf sah.

Wir sassen und assen gemütlich in einer Pizzeria in der Stadt zwischen den 7 Hügeln.

Anlass der Feier war der 84 Geburtstag des Papis, welcher schon ein paar Tage vor dieser Feier war. Aber der Papi wollte warten, bis die Schwester meiner verstorbenen Mutter zu Besuch kam, denn sie gehört für ihn zur Familie!

Nur der Spatz und die Spätzin mussten absagen, es wäre für einen Abend etwas gar weit vom Genfersee bis zu uns gewesen und gerade HEUTE, feiert der Spatz seinen 27. Geburtstag und da hatte die Spätzin schon lange etwas am Genfersee für ihn organisiert. Egal, sobald die beiden Vögelchen mal bei uns sind, wird nochmals mit dem Papi nachgefeiert.

Das Sprachen Gewirr war dieses Jahr noch grösser als gewohnt. Sonst wechseln wir mit meiner Tante zwischen Französisch und Deutsch hin und her. Der Schatzi der Giraffe, lernte meine Tante erst gestern kennen. Sie fanden sich aber sympathisch und sprachen gerne miteinander. Meine Tante sprach mit dem Giraffen Schatzi auf Französisch, der verstand es, gab aber auf Englisch Antwort. Das versteht meine Tante auch. Aber damit war es wirklich noch viel lebhafter am Tisch.

Und wir liessen es uns wirklich gut gehen und haben lecker geschlemmt. Bezahlt hat Männe das Ganze, alle Dankten ihm und ich grinste, schwieg aber. Denn Männe bezahlte mit der Partner Karte meiner Gold Karte, das heisst es fliessst  bei mir vom Konto weg, aber egal, wir zwei teilen eh schon 33 Jahre ALLES 😉

Und na ja, heute Abend liess ich den geschäftlichen Umtrunk an cooler Lokation sausen, als ich sah, dass die wenigen anderen eingeladenen Frauen alle kurzfristig abgesagt hatten. Ich habe Männer gerne, arbeite gerne mit ihnen zusammen, aber alleine mit 50 Männern, das ist nicht meine Vorstellung eines Freitag Abends, irgendwo muss man Grenzen ziehen!

 

 

Alarmkette quer durch Europa funktioniert

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Wie hier auch schon erwähnt, sind ich und auch mein Mann von der Herkunft her gut europäisch gemischt. Die Ältere Generation wird jetzt natürlich immer älter und lebt zum Teil weit auseinander. Mein Vater 82 Jahre alt, in der Stadt zwischen den Sieben Hügeln lebend und verwitwet, telefoniert jeden Abend um Punkt 21.00 mit der Schwester seiner verstorbenen Frau, welche im Grossraum Paris lebt.

Gestern fand der Anruf nicht statt…Stille in der Leitung. Meine Lieblingstante alarmierte mich um ca 21.20, als ich gerade faul das Wochenende einläutete. Kurz schaute ich noch im Internet, ob es in der Stadt einen Anlass geben könnte, wo der Herr Papa spontan teilgenommen haben könnte. Obschon, so etwas hätte er der Lieblingstante mitgeteilt…

Nun gut, wir packten den Wohnungsschlüssel vom Papa, sprangen ins Auto und fuhren die 10 Minuten zu seiner Wohnung.

Sie lag im Dunkeln….hm, Briefkasten geleert, gutes Zeichen. Treppe hoch, tief durchatmen, an der Wohnungstüre läuten, keine Reaktion, Schlüssel ausprobiert, ging nicht, von innen steckte ein Schlüssel, wieder läuten und Männe klopfte mit der Faust gegen die Tür und rief nach Schwiegerpapa…Dann lauschten wir mit den Ohren an der Wohnungstür und Hurra, wir hörten Schritte. Der Herr Papa war eingeschlafen, ohne Hörgerät, verpasste darum den Anruf und hörte die Anrufe auch nicht. Schnell wurde die Lieblingstante in Frankreich informiert und wir verabschiedeten uns wieder aufs heimische Sofa.

Es ist extrem erleichternd zu wissen, dass ich nicht alleine für meinen Vater schauen muss…meine Lieblingstante unterstützt mich, auch wenn sie weit weg wohnt!

Merci Mimie, je t’adores!

Im Zug plötzlich hellwach

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Der Tag heute war eher bescheiden. Aufräumen der Scherben welche der Einkauf bei den Tagesrates veranstaltet hat, herumgestreite mit dem Releasemanagement, war ja zu erwarten.

Als ich abends mit Männe beim Bahnhof eintrudelte verhiess die Anzeigetafel schon mal nix gutes. 6 Minuten Verspätung, na ja, das geht ja noch, dachten wir. Frühmorgens hatten wir das heute ja auch schon..
Der Zug kam dann wenigstens, fuhr eine Station weiter, hielt an und aus dem Lautsprecher kam die Durchsage:“Die Weiterfahrt dieses Zuges ist aus betrieblichen Gründen nicht möglich, bitte steigen sie aus.“ Männe und ich und alle anderen Leute schauten sich genervt, verwundert an. Erste Leute erhoben sich.
Da kam eine neue Durchsage:“Bitte vorherige Durchsage nicht beachten, der Zug fährt weiter.“
Hä? Was denn? Was hatte der sich eingeworfen?
Hätten wir alle aussteigen müssen, wäre ein Chaos vorprogrammiert gewesen. Die S 12 um diese Zeit transportiert schätzungweise 1000 Leute..
Ziemliche Verspätung hatten wir auf jeden Fall. In der Stadt zwischen den 7 Hügeln war den Anschlusszug weg und wir mussten den späteren Bus nehmen, welcher dann noch im Abendverkehr hängen blieben.
Als wir kurz vor 19.00 zu Hause aufschlugen, kam Weltschmerz aus dem Zimmer und sagte:“Ich habe mich schon gewundert wo ihr bleibt“.
Mit dem Kochen zu beginnen fiel ihm leider nicht ein, Träumer vom Dienst!

Gemischtes Pendlervolk

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Am Freitag frühmorgens sind die Züge normalerweise nicht mehr so voll wie unter der Woche.
Aber, keine Regel ohne Ausnahme.
Als ich gestern um 06.30 auf den Zug wartete, tat ich dies mit einer grossen Gruppe von Rentnern und Eltern mit Schulkindern auf dem Weg in die Ferien.
Die Rentner waren wandermässig gerüstet und gackerten fröhlich vor sich hin. Dazwischen staunten sie darüber, wie voll der Zug von Station zu Station wurde.
Bei Umsteigen in der Stadt zwischen den 7 Hügeln, rief der Leiter der Gruppe seinen Schäfchen zu:“Lasst die Leute die auf dem Weg zur Arbeit sind zuerst raus!“ Und die grauen Panther hielten sich daran! Zum Glück, denn als ich durch die Unterführung zur S-Bahn eilte, donnerte diese bereits über unsere Köpfe hinweg.
Das bedeutet eigentlich schon, dass man bis Zürich stehen darf….Aber Anne, hat schnelle Beine und eilte zum letzten Wagen der extrem langen S-Bahn, da fand sie noch einen Sitzplatz und konnte sich entspannt weiter ihrer Zeitung widmen.
Ich finde es übrigens gut, wenn sich so graue Panther in der Rushhour in die Züge verirren, denn so sehen sie wie übervoll die zu den Pendlerzeiten sind und stimmen neuen Bahnkrediten etc eher zu.
Es braucht mehr miteinander und Verständnis für alle Menschen die in diesem Land leben.