Oh das hilft

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Heute machte ich morgens 10 Minuten Pause an der Sonne. Über Mittag eine Stunde mit dem lieben Team an der Sonne. Und siehe da! Ich bin lange nicht so k.o. wie gestern. 

Ok, gestern hatte ich viele Meetings, die machen groggy und die fehlenden Pausen dazwischen drückten auf die Blase. Heute hatte ich auch einige Meetings aber immer Pausen dazwischen. 

Morgen ist es ok, aber am Donnerstag bin ich wieder völlig zugebucht. Hier rächt sich schon der Freitag,  an dem ich ja dem Papi schauen werde. Da muss ALLES noch am Donnerstag reingedrückt werden, running gag.

Morgen Abend gehts zur Logistik Klärung zum Papi. Ich hole schon mal das Gepäck für die Zeit bei uns, damit er nur mit kleinem Gepäck zur Chemo muss. Morgen Nachmittag hat er noch einen Herz Ultraschall, alles gut überwacht um die Chemo so aggressiv wie möglich zu dosieren. 

Und ab Freitag sehen wir dann, wie es ihm damit/ danach geht. Im Besten Fall, kann ich Papi in den Garten auf einen Liegestuhl locken, im wohl Wahrscheinlichsten Fall liegt er mit Katzenjammer im Bett mit Blick auf den sonnigen Garten, mit Anne welche alle 10 Minuten ins Zimmer schaut 😉 

Gift und Galle??

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Oh ja, das war es heute. Ich schreibe morgen, jetzt hätten sie es geschafft, das Spiel immer weniger Leute und immer mehr Anforderungen, Projekt versenkt. Denn mir wurde eine Entwicklerin in ein anderes Projekt abgezogen, ohne es mir zu sagen. Ich wusste von Ende März. Aber heute war sie 5 Stunden wie vom Erdboden verschluckt und als Einzige auf ihrer Komponente, blieb der Defekt halt liegen und wer bekam die Schläge und bösen Emails? Ihr dürft 3 mal raten. Dabei konnte ich es nicht bemerken, weil ich von morgens 10 Uhr bis 15 Uhr durchwegs an Sitzungen ohne Computer bzw. im Yoga war.

Als die Kacke dann Nachmittags so richtig dampfte, schnappte ich mir mein mobile Phone und telefonierte mal mit dem Papi. Der war heute nämlich in der Röhre, da wollte ich wissen wie es ihm so geht.
Und was sagte er? „Er sei sooo froh um mich, so etwas zähle im Leben, nicht die Arbeitserfolge von früher, auch nicht das verdiente Geld oder die eben noch geschriebenen Bücher.“ Da wusste auch ich wieder um was es geht im Leben.

Morgen wird das Email ans Management evtl nicht ganz giftig, aber schon sehr unangenehm. Denn jetzt haben die Schildbürger echt Kacke gebaut.

Müde

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Männe und ich wachten heute früh so zerschlagen auf, dass wir einen Zug 30 Minuten später nahmen. Ich dachte noch, wegen Fastnachtsmontag und Schulfrei in der nahen Stadt, hätte es weniger S-Bahn Passagiere. War nicht so, Männe durfte die ersten 18 Minuten stehen. Und als er sass, stand die S-Bahn dann noch eine Weile im Tunnel rum, wodurch Männe seinen Anschlusszug verpasste.

Sein Tag danach war besser als meiner, ich hatte, kaum im Büro bereits eine Eskalation am Hals. Und es ging nicht lange, bis ich Schokochef anschnauzte. Das habe ich noch NIE gemacht. Darum habe ich ihm dann mittags auch gesagt, was mir auf der Seele liegt. Eigentlich wollte ich es erst sagen, wenn ich mehr weiss. Aber bevor ich jemandem den Kopf abreisse…Er fand auf jeden Fall, ich solle mir dann die Zeit frei nehmen die ich brauche. Tönt gut, aber das ist wohl nur so dahergesagt und ich bekomme die Arbeit auch dann aufgebürdet.

Der  Papi kommt am Donnerstag in die Röhre und kriegt davor eine Zucker Infusion. Davon gelangt viel ins Hirn (ok), einiges an die Beule am Hals (vermeintl.ex Gliom) und bitte, bitte wenig an andere Orte. Erst danach wissen wir, wie weit fortgeschritten die Sch…schon ist.
Auch mit 83 rechnet man, wenn man sein ganzes Leben immer gesund war nicht mit so etwas. Die beiden Eltern meines Papis starben mit 91, seine 5 Brüder der jüngste 80, der älteste 90 leben auch alle noch. Da dachte er, er hätte noch lange..

Ein tolles Bild konnte ich mir heute vor dem inneren Auge zur Aufmunterung hervorrufen. Das vom Giraffen Freund, wie er breit von Ohr zu Ohr strahlte, als er nach gewonnenem Spiel vom Feld ging.

 

Hausarzt

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So, ich war beim Hausarzt. Gutes Gespräch, er sieht auch, dass ich nahe am Ausgebrannt sein bin. 

Er sagte auch, wie er mich einschätzt und nach Unfällen sah, sei ich sehr Arbeitswillig und dies sei klar ein Risiko Faktor. 

Massnahmen: Ich muss auf Entlastung pochen und darf auf den Arzt verweisen. Wenn das nichts nützt, werde ich 2 Wochen krank geschrieben. 

Aber er sah auch, dass sofortige Krankschreibung ohne Entlastung, danach in noch grösserem Stress enden werde. 

Also hoffe ich mal dass ich Entlastung kriege. Im Moment könnte ich 200% arbeiten und priorisieren ist bei 4 oder noch mehr Königen welche etwas von mir wollen ein Ding der Unmöglichkeit. 

Na ja

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Von der Angel wollen sie mich nicht lassen, aber bis Montag mal reduziert arbeiten und dann auch noch Hausazt und am Dienstag  stellen sie mir 2 mögliche Unterstützende Kollegen vor.

Irgendwie ganz ausfallen geht offenbar nicht, aber ich halte mich an das was der Hausarzt mir sagt, Basta 😉

Und heute Abend gehen 4 von 5 von uns, dem Sportler Schatzi der Giraffe bei einem Spiel zujubeln, für meine Seele ist das Honig pur! Denn die Familie ist was wirklich zählt!

Distanz tat gut

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Gestern und heute war ich an einer Schulung bezüglich neuer interner Tools und Dank, ups, ja ganz unterschlagen, 4.ter Rolle wurde ich zu 2 Tagen Kurs verdonnert.

Gestern war es endlos langweilig, schlecht organisiert und ich sass wie auf Nadeln. Heute war es etwas besser und ohnehin, zum Schluss dachte ich mir mitleidig: Die welche die Schulung präsentierten, wurden sicher auch kurzfristig dazu verdonnert, ohne genügend Zeit oder Ressourcen. Und daran, dass die neuen Tools ziemlich schräg daherkommen und nicht in die Schweizer Tool Landschaft passen, hatten die Präsentatoren auch keine Schuld. Oder daran, dass man mit dem auf dem Schweizer Gerät installierten Browser im neuen System die Knöpfe nicht mehr sah. Meine Tester kennen das Phänomen und verbraten beim Testen viel Zeit mit Browsertests. Das ist offenbar bei den Angelsachsen noch nicht angekommen  😉

Ach ja und ich weiss jetzt auch warum mir in letzter Zeit, in wichtigen Systemen, plötzlich Daten verschwunden sind…das waren  Vorbereitungen zur Tool Integration.

Irgendwie tat mir der Abstand von der operativen Hektik aber gut, ich konnte reflektieren, fasste neuen Mut und Pläne, wie ich meine Arbeit noch besser…altes Muster ich weiss, aber doch schön, dass schon der kleine Abstand half.

Es war auch toll viele Kollegen aus anderen Bereichen, Orten, mit denen ich früher mal zu tun hatte zu treffen. Und ich denke, irgendwie ist ein Vögelchen zum Schokochef geflogen um zu fragen, warum die Anne so ruhig und so traurig dreinschaut, nix mehr mit der Sonne welche sie sonst versprüht. Auf jeden Fall sah ich im Email, wie er sich heute ziemlich vehement dafür einsetzte, mir neue Aufträge vom Hals zu halten.

Ob es mir hilft weiss ich nicht, evtl ist es zu spät, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

 

 

Die wollen nicht sehen was sich da zusammenbraut

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Irgendwie ahnen es wohl einige, vor allem mein Team, aber die Vorgesetzten? Nada, Dinge welche ich ihnen weiter delegiert hatte, kamen gestern wieder zu mir zurück, das hilft offenbar nicht…..ich mache es jetzt einfach bis auf weiteres nicht, per sofort lasse ich die Dinge schleifen, dass konnte ich bisher nicht, aber man kann das Lernen 😉