Ist das normal?

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Mich überkommt immer noch fast täglich die Trauer, über die Krankheit des Papis.

Wie er, mit seiner ganzen Grösse von 1.86, wie ein Häuflein Elend im Rollstuhl sass. Kaum mehr fähig zu sprechen, zu denken, wegen dem Scheiss Tumor.

Dabei bin ich doch schon lange Erwachsen, der Papi durfte 83 Jahre alt werden und unsere Beziehung war zwar eng, aber er nervte mich ja als gesunder genug oft. Und er ist jetzt fast 6 Monate Tod.

Es gibt doch so viele schöne Erinnerungen an Ihn, aber bei mir drehen die traurigen im Dauerlauf. Doofes Hirn.

Es bleibt spannend

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Natürlich bekam ich noch keine Email über das gelöste Rätsel mit der ungültigen Kaffeekarte.

ABER, abends in der S-Bahn plauderte ich mit dem langjährigen Pendlerkollegen, welcher jetzt auch wieder am gleichen Ort arbeitet.

Ihm, ist vor ein paar Wochen genau das Gleiche, mit einem Gutschein passiert. Wir unterhielten uns darüber, schüttelten die Köpfe und rundherum hörten alle interressiert zu. Und im Büro fragten die Tischnachbarn auch schon, ob ich das Geld schon wieder gutgeschrieben erhalten hätte. Nada, aber ein paar Tage lang, lasse ich denen Zeit, aber dann, gibt es ein genervtes Telefon dorthin.

Und ansonsten, ich habe den alten Job noch zu 100% und das Projekt zu 50% und ich weigere mich seit dieser Woche, mehr als 45 Stunden zu arbeiten. Das ist meine Grenze. Und das sage ich dem Linemanager beim nächsten 1:1 auch. Er soll auf seiner Seite, den Leute kommunizieren, dass sie mich nur noch zu 50% haben und meine Stelle endlich ausschreiben.

Und wenn das nicht nützt, muss der ab August zuständige Chef, denen das klar machen 🙂

 

 

55 Stunden Regel

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Zum Glück gibt es die. Also die Höchstgrenze an Arbeitsstunden, pro Woche.

Die ist bei uns 55 und ich schrammte diese Woche sehr, sehr nah, daran vorbei.

Und da dies eh schon viel ist, betrüge ich mich da um gar keinen Fall. Der letzte Sommer war mir da eine Lehre😥. Obschon da absolut mehr Druck herrschte als jetzt. Also ich bin meilenweit von dem Stress von damals entfernt. So viele Stunden hatte ich da oft auch, aber ich schrieb sie nicht auf….Und zu den Arbeitsstunden kommen jeden Tag noch 2 Stunden Reisezeit. Und im Moment bin ich jeden Tag im Büro.

Auch, die Total Anzahl Überstunden, wo das System den Vorgesetzten meines Vorgesetzten informiert, ist schon bedrohlich nah.

Beim noch aktuellen, sehr hoch angesiedelten Chef, wäre dies dann wohl der IT Chef der Bank, der das email wohl gar nicht sieht, weil es ein Lakaie von ihm wegklicken wird, hoffe ich mal. Falls der nachfragt, sage ich ihm gerne, welche Mist mich am meisten Zeit kostet 😉 Also, netter formuliert.

Nochmals 20 Stunden darüber, generiert das System eine  Email ans HR, also werden dann aus Polen Emails kommen, mit der Frage warum ich so viele Überstunden hätte. Die klicke ich dann weg, die helfen nicht.

Aber sonst, nehme ich die Überstunden gelassen in Kauf. Ich wollte ja wechseln und das Alte habe ich halt auch noch an der Backe. Und dafür musste ich gestern verdammt viel erledigen.

Mindestens die nächsten 2 Wochen wird es so weitergehen, denn ich Vertrete Ferienabwesende Kollegen. Das könnte noch zu lustigen Priorisierungseskalationen kommen. Aber die haben mich auch Vertreten, also steht denen das zu!

Aber danach, werde ich Kompensationen eingeben und die Stunden möglichst runterbringen, dann sollten sich auch die System generierten Emails wieder beruhigen.

Sich etwas gönnen

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Trotz Überstunden Kompensier Brückentag, standen wir früh auf, weil ich das Auto brauchte und darum früh mit Männe quer durch den Kanton fuhr, ihn auslud und dann, in Papis Wohnung düste.

Weil die Bank bald zum Schätzen kommt, staubte ich ab, putzte, schruppte, saugte, nahm feucht auf und Bezog die Betten. Ich finde, dass dies so schöner aussieht. Um 12 Uhr, war ich fix und fertig, verschwitzt und die Wohnung, na ja, muss reichen.

Weil mir zu Hause das Duschmittel ausgegangen war, bog ich auf dem Weg nach Hause ins Einkaufscenter ab und shoppte mir gleich, ein paar neue Duschmittel im Bodyshop und einen Rosenstrauss gönnte ich mir auch. Es war dort viel los, alle wie aus dem Ei gepellt und ich wohl mit Staubflusen in der Mähne 😀

Jetzt bin ich frisch geduscht, entspanne etwas und muss dann nochmals los, Zutaten für den, per Whatsapp vom Beluga gewünschten Geburtstagskuchen holen und da kann ich auch gleich noch unseren Karton und co in den örtlichen Werkhof bringen. Und die Waschmaschine dreht auch.

Viel los heute, aber Morgen ist ja auch noch frei und bald sind FERIEN.

Fast fertig?

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Sagen wir mal so. Alle Papiere aus Papis Wohnung sind draussen. Seine Kleider auch zu etwa 95%.

Was bleibt, könnte von mir aus auch einfach entsorgt werden, bis auf die Bilder und einige wenige Möbel.

DAS ERLEICHTERT mich doch schon 🙂

Und Hetzen müssen wir nicht. Denn für die Schätzung der Wohnung brauche ich das Grundbuchblatt mit möglichen Pfandverschreibungen, damit ich das bekomme, braucht es den Erbschein, und der hängt, weil die kleine Heimatgemeinde meines Papis im Kanton Basel Land, nicht vorwärts macht, mit irgend einem Mist Dokument. Und wenn ich den Erbschein habe und das Grundbuchblatt, muss ich zu einer der x Banken vom Papi und eine Schätzung in Auftrag geben. Es ist ein Admin Aufwand zum Mäuse Melken..Ah ja, dann muss ich noch bei einer anderen Gemeinde auch noch das Grundbuchblatt bestellen und eine Bank mit der Schätzung beauftragen. Und dann startet die Ausschreibung zum Verkauf.

Nächste Woche wird sein Bank Tresor in meiner Anwesenheit geöffnet, von 2 Bankmitarbeitern alles protokolliert und wieder verschlossen. Dann habe ich wenigstens, wirklich hoffentlich alles, was wir für die Steuern brauchen. Mich wundert, wieviel Bargeld Noten, im Bank Tresor liegen. Ich wette mal, schon ein paar Bündel, denn der Papi traute den Banken und den Elektronischen Konten nicht so…deshalb hatte er sein Geld auch über so viele Banken verstreut. Da werde ich, nach der Erbteilung massiv reduzieren. Denn soviele zusätzliche E-bankings, mit ständigen Ausfällen, würden mir den letzen Nerv rauben.

Sparmassnahmen

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Die merke ich jetzt auch bei anderen Banken als bei der wo ich arbeite. Denn…bei der Postfinance, kamen zuerst 2 von 3 Auszügen auf das falsche Todesdatum, deshalb rief ich am letzten Dienstag an und konnte, nach etwa 10 Minuten bei Musik in der Warteschleife und dann 2 mal weiterumgestellt werden, mein Problem an den Mann, bzw die Frau bringen. Und ich sagte klar, es seien 2 Konten betroffen. Nun gut, heute kam ein Brief, mit dem korrekten Auszug nur eines Kontos. Und bisher kam immer alles im gleichen Brief, darum denke ich, dass ich nochmals anrufen darf. Langsam, will ich Schmerzensgeld von denen.

Bei der Arbeit sind gerade brutal die Schildbürger ausgebrochen, wegen so einer neu eingeführten Regelung und jetzt falsch erstellten Kontrollreports. Einer meiner Kollegen, bekam heute 22 Anschiss Emails. Er musste den falschen Report validieren lassen und dann auf jedes, einzelne, dieser Emails Antworten. Es traf alle ausser mich, wobei ich bei einigen der Dinge noch eine Verlängerung habe, wegen sehr wichtigen anderen Dingen…aber auch ich werde noch so emails kriegen. Es ist zwischen Unterhaltsam und zum Mäusemelken und es bleibt spannend.

 

 

Na ja, Administration

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Alle Banken wo ich aus der Steuererklärung 2016, beim Papi Konten sah, hatte ich angeschrieben. Und um einen Auszug per 31.12.17 und einen per Todestag 29.01.18 gebeten.

Von allen bekam ich Antwort, aber bei einer…da war bei zwei von 3 Konten, der Abschluss  per 19.01.2018…da hat sich der / dieAngestellte im Datum verhauen.

Ich hoffe, ich kann das Telefonisch lösen, am nächsten Home Office Tag. Wobei ich mit Sicherheit 15 Minuten hin und her umgestellt werde und in der Leitung mit Musik stecke, mal schauen ob es so geht um den Auszug per Todestag zu erhalten. Und bei der Pensionskasse muss ich doch auch noch anrufen, denn es kam noch nichts..offenbar ist der Brief mit dem Totenschein dort tatsächlich in ein schwarzes Loch gefallen.

Ansonsten war ich heute mit Männe in der Papi Wohnung, da ging das räumen doppelt so schnell und ich musste nicht alleine alles die Treppen runter schleppen.

Emontional anstrengend war es, als sein Kleiderschrank leer war. Da habe ich geheult wie ein Schlosshund. Einfach, alles weg, ausradiert. Dabei, ich weiss doch wirklich, er kann die Kleider ja nicht mehr tragen. Aber es hat doch weh getan.

Aber nun ja, ich habe zum Abschluss noch den Blick in den einen wunderschönen alten Holzkasten im Wohnzimmer gesteckt und Bingo, da hängen noch unzählige Mäntel von ihm drin.

Also hat er doch noch was 😉 Und ich dann nochmals einen Grund zum Weinen. Eventuell gehen wir Morgen Nachmittag nochmals 2 Stunden räumen und sortieren, mal schauen.

Ausserdem bin ich sooooo froh, dass mein Papi kein Messi war und auch sehr ein organisierter, ordentlicher Mensch. Etwas viel Lesebrillen haben wir gefunden und etwa ein Dutzend Scheren (in einer 3.5 Zimmer Wohnung), aber sonst alles im absolut normalen Rahmen.

Und meinem Rücken habe ich danach zu Hause eine Runde Yoga gegönnt, das brauchte er auch, die viele Bückerei beim Schubladen ausräumen war Gift für ihn.