Wer lesen kann ist im Vorteil

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Das treffe ich bei der Arbeit öfters an. Im Moment renne ich gefühlt 70% meiner Zeit Dingen nach, welche jemand falsch oder nur halb gemacht hat. Und manchmal brennt es dann so lichterloh, dass das Löschen sehr viel Energie benötigt.

Das war heute zusätzlich von technischen Issues garniert (Outlook und Skype stürzten ab, aktualisierten nicht mehr, liessen sich dann gar nicht mehr öffnen). Immerhin kam ich noch auf die Assist Seite und konnte mit einem Script das Problem beheben (nach einigem suchen in den Hilfstexten). Denn ich kann lesen.

Etwas dumm ist auch, dass mein Vorgesetzter, so im Stress ist, dass er prinzipiell nichts liest und mir alles weiterreicht. Und ihm eins dafür auf die Nase geben geht schlecht und eigentlich ist er ein toller Mensch. Aber ich muss trotzdem dagegen halten, denn ic h leite das Projekt welches die Operation am offenen Herzen der Bank macht, das braucht mich schon ein wenig.

Dafür haben wir heute einen tollen Klapp Stehtisch für die Wohnung in den Bergen bestellt, damit ich dort Rücken gerecht arbeiten kann.

Und eigentlich, sind es auch nur noch 16 Arbeitstage bis zu meinen Ferien, das ist auch etwas! Und falls das Wetter sich bis dann bessert, werden wir nächste Woche wieder ein paar Tage aus den Bergen arbeiten.

 

 

Null Anstand

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Wir haben in den Bergen eine Stamm Pizzeria, wo wir Freitag Abends gerne aufschlagen. Der Besitzer behandelt uns wie alte Freunde 🙂

Als wir letzte Woche an einem Abend dort auf der Terrasse sassen, war der Wirt aufgewühlt. Er sagte mir, ob ich Trip Adviser kenne. Hm ja. Ich zückte mein Mobile öffnete Trip Advisor für sein Restaurant und er zeigte mir eine schlechte Bewertung von vor 2 Jahren. Der Herr der das geschrieben hatte, hat ein Bild im Profil und er sass mit seiner Familie auf der Terrasse in unserer Nähe. Er komme häufig vorbei, also gefällt es ihm offenbar, aber seine Scheiss Bewertung korrigiert er nicht.

Ich war nah dran aufzustehen und den Typen zu fragen, warum er sich das antue, da es ja so schlecht sei. Ich liess es bleiben und werde dafür selber eine gute Bewertung schreiben.

Aber irgendwie ist das schon krank. So einen Schmäh schreiben und dann ständig dort aufkreuzen. Ich denke der Typ ist strohdumm, denn der kann froh sein, wenn ihm niemand ins Essen spuckt 😉

Fast warme Betten in den Bergen

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Letzte Woche fuhren wir am Dienstag Abend nach dem Homeoffice in den Bergen nach Hause.

Am Mittwoch Abend fuhr die Giraffe mit ihren 4 Kindheits Cevi Freundinnen in die Berg Wohnung. Heute Abend kamen sie zurück und 2 welche in unserer Nähe wohnen, brachten wie abgemacht die Bett und Küchenwäsche* zu uns runter. Die wird bis Morgen Abend gewaschen und eingepackt, denn dann fahren wir zu dritt wieder hoch. Eine Woche lang Home und Studien Office mit Aussicht. Und ein paar freie Pfingsttage sind ja auch noch dazwischen.

Ich hoffe dass mir die Vorfreude nicht den Schlaf raubt, Morgen habe ich noch einen ziemlich heftigen Bürotag, welcher um 16:00 Enden muss, wegen Verschiebung in die Surselva 😎

Man liest sich

*Die jungen Damen haben keine eigene Waschmaschine und bis das dann gewaschen wieder bei mir, bzw in der Wohnung gelandet wäre, hätte bei der momentan hohen Wohnungs/ Belegungsdichte eine Knappheit hervorrufen können😉 Und wir haben aktuell eh genug Sonne gewärmtes Wasser und Sonnenstrom, da macht das ohnehin Sinn.

Wunderbare Natur

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Wir sind wunderbar gewandert, ich musste oft stehen bleiben für 30 Sekunden um die Natur mit meinen Kulleraugen zu bewundern und bin sehr, sehr glücklich viel in den Bergen zu sein. Aber Morgen wird für 2 Tage von hier oben gearbeitet, mit einer 60 Minuten Runde abends. Bliss 😉

WMDEGT Mai, Pandemie

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Frau Brüllen ruft wie immer am 5. des Monats zum #WMDEDGT Bloggen auf. Gerne schreibe ich fröhlich meinen 1. Büro Tag seit langem auf.

Mein Wecker klingelte nach einer zu kurzen Nacht heute sehr früh (05:30). Aber ich stand beschwingt auf, Duschen, inkl Haare waschen, Föhnen, Schminken, Anziehen. In der Küche kurz ein kleiner Kaffee, das vorbereitete Müsli eingepackt und los ging’s zum Zug. Der war schon recht gut belegt. Aber es ging noch knapp mit nur einer Person pro Abteil. Die Zusteigenden Passagiere achteten auch auf Abstand und suchten nach freien Abteilen. Auch beim Aussteigen hielten alle brav abstand, richtig super vorbildlich.

Den Fussmarsch ins Büro schaffte ich Haarscharf vor dem einsetzenden Starkregen 🙂

Im Büro war es zuerst sehr ausgestorben. Aber je später die Stunde desto mehr Kollegen tauchten auf. Leider ausschliesslich Männer, aber das ist halt mein Alltag.

Zum Mittagessen bestellten wir uns Pizzen, ich überfrass mich derart, dass ich zwischen 14:00 und 15:00 ziemlich in den Seilen hing. Aber es war trotzdem wunderbar wieder mal im Büro gewesen zu sein.  Gegen Abend erreichten wir dann beim Testen einen so tollen Durchbruch, dass ich die Entwickler und Ihre Vorgesetzten anschrieb um Ihnen zu Danken. Denn sie haben fast ein halbes Jahr das Herzstück eines sehr wichtigen Teils auf neue Services migriert Peer Code Reviews gemacht, in der Entwicklungs Umgebung Unit Tests gemacht bis zum abwinken.

Der Durchbruch wäre schon gestern gelungen, aber unsere Testsysteme hingen bis heute Nachmittag mächtig in den Seilen. Ich weiss, dass es noch viele Hürden geben wird, aber wenn die ersten Tests voll durchlaufen, war das schon immer ein gutes Zeichen. Und wir haben jetzt nur ein Test Deployment und werden erst im Sommer scharf in den Test gehen. Und dazwischen haben wir nochmals Zeit für Zaubertest hier und Peer Review da.  Aber das sind geplante, wichtige Massnahmen, denn ohne wäre es zu riskant für meinen Arbeitgeber, wobei es nicht vielen klar ist, was ich da mit dem Team treibe :-). Aber ich mache es nicht weil ich das cool finde, ich habe da einen klaren Auftrag. Aber es ist wie immer wunderbar, wenn man sieht, dass sich der Aufwand gelohnt hat und das Team gut zusammenhält. Dieser Teil des Teams ist auf jeden Fall bereits wieder ein Winning Team, Freude herrscht.

Nach der Arbeit wackelte ich wieder im trockenen zum Bahnhof, sass wieder in einem gerade ok gefüllten Zug und brauchte deshalb auch meine Maske nicht.

Zu Hause wurde ich von Männe bekocht, eine Schüssel mit leckeren Beeren steht neben mir, langsam muss ich das zu Ende bringen. Heute ist nur noch ein Telefon mit meiner Lieblingstante in Frankreich offen, ansonsten nur noch abhängen und entspannen 🙂

 

Genug Bewegung

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Wir sind heute, die Jungs 37 mal, ich 34 mal die 48 Treppenstufen aus dem Keller in die Spatz Wohnung gelaufen. Immer mit etwas beladen. Was meinerseits nie viel mehr als 4 Kilo war, bei den Männern dann halt mehr.

Weil es frühmorgens noch leicht geregnet hatte, war die Luft sehr feucht und an uns floss gefühlt Literweise Schweiss runter. Aber es ging keuchend und fleissig recht zackig voran. Kurz vor 11 Uhr war alles oben und wir überließen dem Spatz das aufbauen und ausräumen. Wobei Männe nochmal eine kleine Trittleiter und Bohrnadeln, Köpfe?? bei ihm ablieferte. Gegen Abend ist mit Sicherheit auch die Spätzin angereist und da hat er eh die liebste Helferin zum auspacken und so.

Ich hätte vom Pflichtgefühl her gerne noch beim auspacken und aufbauen geholfen. Aber der junge Mann kann das und hat nächste Woche auch noch ein paar Tage frei genommen.

Zu Hause genoss ich eine wunderbar erfrischte Dusche und fläzte mich dann fast den ganzen Nachmittag lesend auf dem Sofa rum.

Es macht sich Erleichterung in mir bereit. Das Thema Wohnungs Renovation ist abgehakt, unser Gäste Zimmer Büro wieder frei und wir haben etwas mehr Freiräume. Das ist schon schön 😉. Und der Spatz ist mit Sicherheit auch glücklich, zum ersten mal im Leben eine Wohnung nur für sich zu haben. Seit er zum Studium auszog, lebte er in Wohngemeinschaften. Das muss jetzt herrlich sein!

Man liest sich

So schnell geht die Zeit

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An Kindern sieht man wie die Zeit rennt. Eben noch hat man sie gestillt und ständig rumgetragen und plötzlich ziehen sie aus. Und wieder ein und wieder aus 🤷‍♂️

Unser Ältester, der Spatz, zog mit 20 fürs Bachelor Studium nach St. Gallen in eine WG. Während der Zeit lebte und studierte er auch 6 Monate in Bangkok. Dann lebte er ein Jahr lang wieder zu Hause und arbeitete je 1/2 Jahr für ein grosses Beratungsunternehmen in einer der beiden Schweizer Grossbanken und das andere 1/2 Jahr bei der anderen. Dann zog er für den Master nach Rotterdam. Kam zurück für das Doktorat. Lebte ein paar Wochen zu Hause und zog dann an den Genfersee. Er lebte, doktorierte und verliebte sich dort.

Mitte Januar begann er in Zürich zu arbeiten, liess seine Möbel im Papi Keller einlagern und bezog ein Business Appartement. Dort war es laut und mimimi und als der Spatz nach ein paar Tagen abends über das Business Appartement klagte, sagte ich lapidar: „ Du hast bei uns ein Gäste Zimmer, komm nach Hause wenn das besser ist.“ Am nächsten Abend kam der Spatz spät abends zu uns und wartete wie wir, wie auf Nadeln auf den definitiven Behörden Schnecken Entscheid. Dass es zum Lockdown kommen würde, wusste wir da zum Glück noch nicht.

Und jetzt, nach Wochen mit Homeoffice eingesperrt im Elternhaus, zieht er Morgen in die wunderschön renovierte Wohnung.

Die letzten Wochen war es sehr voll bei uns. Aber es ging gut. Wir hatten es gut miteinander.

Durch unseren Esstisch zog sich am Wochenende jeweils der Röstigraben, Die eine Seite genoss abends ein Glas Wein, die andere Trank Wasser 😄

Und doch, der Spatz freut sich sehr Morgen umzuziehen und wir freuen uns, das Gästezimmer wieder zurück zubekommen. Und genug Bewegung gibt es Morgen für uns auch. 2-3 Dinge haben wir heute Abend hingefahren (WC Papier 🤷‍♀️,Putzmittel, Schwämme, Flüssigseife, Lebensmittel), den vom Männe organisierten „Schlag und weiss nicht was Bohrer / Schrauber“ und die auch von Männe geschenkte grosse Werkzeugtasche.

Man liest sich