Sich nicht provozieren lassen

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Wir haben bei der Arbeit einen Kollegen kurz vor der Pensionierung. Sein Charakter war, laut Kollegen, schon vor 20 Jahren schwierig.

Er sitzt an einer sehr wichtigen Schnittstelle und hat seit Jahren alle Kollegen an seiner Seite vergrault. Die letzte Kämpferin mit ihm, macht das nur mit, weil er Ende Jahr in Pension geht.

Einen Teil des Wissens habe ich ihm letztes Jahr, bei der von ihm „unmöglich und zu risikoreich“ bezeichneten Migration entzogen.

Jetzt kennt sich die Kollegin dort aus und er ist nicht mehr der Einzige mit Zugriff auf die alte Code Engine.

Der andere Teil sollte ab nächstem Jahr in einem riesigen Projekt völlig neu gebaut werden. Ich hatte dazu in den letzten 3 Wochen unzählige Meetings, mit x Leuten, der Kollege sagte selten zu, nahm noch seltener Teil. So auch gestern an einem Schätzmeeting. So schätzte ich es nur mit der nicht so erfahrenen Entwicklerin.

Und setzte heute nochmals ein Meeting auf, er nahm Teil und machte uns zwei Frauen richtig runter. Wir zwei hätten doch keine Ahnung.

Arggg, aber Oel ins Feuer giessen hilft nichts.

Ich antwortete nur ruhig: „Woher denn auch?“

Das kam komischerweise bei ihm an. Er bat mich, wöchentliche Workshops mit der Kollegin und ihm aufzusetzen. Bis Ende Jahr. Mal schauen wie oft er teilnimmt. Ich werde ihn immer 24 Stunden davor bitten zu/ oder abzusagen. Mal schauen ob es klappt.

Das grosse Projekt startet eventuell doch noch nicht nächstes Jahr. Noch besser. So ist auch klar, dass der Kollege nach der Pensionierung nicht mehr gebraucht wird. Und die junge Kollegin kann endlich richtig übernehmen und hat Zeit alles zu analysieren. Win win würde ich da sagen.

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Covid und Long Covid

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Endlich, endlich empfiehlt unser BAG Schwangeren die Corona Impfung. Bis heute wurden Schwangere nur mit ärztlichem Attest geimpft. Dabei wurde dies in vielen Ländern schon lange so empfohlen und die Schwangeren waren hier auf den Intensivstationen keine Seltenheit.

Arggg, wieviele Dramen hätte ein etwas entschlosseneres Vorgehen verhindert? Fehlten da den Verantwortlichen die Eier?

Und Long Covid kostet hierzulande Mitarbeitern schnell die Stelle. In der Schweiz gibt es nicht viel Schutz. Je nach Dauer der Anstellung beim Arbeitgeber nur ein paar Monate. Ist man länger krank, wird man gekündigt auch wenn man noch krank ist.

Ich las bisher nur davon, hörte es jetzt aber auch aus dem nahen Umfeld. Der Mann erkrankte letztes Jahr und hat immer noch starke, neurologische Ausfälle (Konzentration maximal 5 Minuten).

Der verlor die Stelle und in dem Zustand kann er keine neue Arbeit suchen. Da steht man schnell vor dem Nichts.

Also denke ich wirklich, sich nicht zu impfen ist ein grosses Risiko auf Armut. Da hilft euch dann auch die SVP nicht, im Fall🤷‍♀️.

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Ich denke die Zertifikats Pflicht hilft

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Der einzige bisher ungeimpfte im Team, hat letzte Woche seine 1. 💉abgeholt. Er ist zwar über 30, brauchte aber den Druck seiner Eltern um sich jetzt endlich auch zu schützen.

Und da er mit nur einer 💉seit heute nicht in die Kantine darf, bleibt er bis zur 💉💉Impfung im Homeoffice. Win win.

Langsam wird es im Büro ohnehin wieder leerer. Die steigenden Zahlen haben wohl einigen die Lust auf das Pendeln wieder verdorben.

Ich werde Morgen ins Büro fahren wie geplant, aber dann bis zu meinen Ferien nicht mehr. Denn fast alle vom Team haben Ferien, bzw arbeiten die welche keine Ferien haben voll von zu Hause aus. Dann mache ich das halt auch wieder.

Um Schlossgespenst 👻 zu spielen ist mir der Arbeitsweg dann doch zu lang.🤷‍♀️.

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Das ist wie früher als man es nicht verhindern konnte

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Aus meiner Familiengeschichte erfuhr ich viel über das Leben zwischen 1930-1950 als das Leben oft tragisch war.

Der Vater meiner Maman, musste zwischen 1940-1945 untertauchen, weil er in der Résistance der Bretagne ein aktiver Kopf war. Meine Mutter lebte während dem Krieg mit ihrer Mutter und der Grossmutter väterlicherseits in einem Raum ihres grossen Hauses. Im Rest des Hauses hatte sich die Wehrmacht einquartiert.

Nach der Befreiung durch die Alliierten war die Familie wieder vereint. Ein weiteres Kind, meine geliebte Tante, wurde gezeugt. Leider brach in der Schwangerschaft der Mutter MS aus, bald nach der Geburt konnte sie sich nicht mehr um ihr Baby kümmern.

Also kam meine Tante als Säugling zur Grossmutter mütterlicherseits, welche sie aufzog. Die MS kranke Mutter verbrachte einige Jahre in Krankenhäusern und kam für ihre letzten Lebenswochen ebenfalls zurück in die Mühle zur Mutter und jüngsten Tochter.

Der vom Krieg traumatisierte Vater, kümmerte sich mehr schlecht als recht um meine Mutter, seine jüngere Tochter lehnte er ab.

Er gab ihr wohl die Schuld am MS Ausbruch seiner Frau. Er starb bald nach seiner Frau und auch meine Maman kam in die Mühle.

Auch andere junge Cousins und Cousinen verbrachten Monate bis Jahre in der Mühle. Weil ihre Mütter an Tuberkulose oder anderem erkrankt waren und sich nicht um ihre Kinder kümmern konnten.

Dies alles hat trotz all der grossen Liebe der Grossmutter bei allen tiefe Spuren hinterlassen. Und die Grossmutter musste unglaublich viel aushalten.

Krieg und seine Traumas haben wir bei uns nicht.

Aber zu viele Kinder verlieren aktuell in Europa ihre Mütter oder Väter welche an Corona sterben.

Väter stehen mit Neugeborenen alleine da. Das sind schlimme Einschnitte und Geschichten welche seit Juli 2021 vermeidbar währen.

Aber die Leute riskieren ihr Leben und das ihrer Lieben weil sie zu träge sind sich impfen zu lassen, weil sie den Kopf in den Sand stecken oder irgend welchen Spinnern glauben.

Diese Traumas bei den Hinterbliebenen wären durch zwei 💉 zu verhindern. Lasst euch impfen. Nicht wegen dem Zertifikat, nicht wegen dem BAG, sondern für eure Familien.

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Nebenwirkung Allergie Medikament

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Ich habe am Montag vom Allergie Arzt ein stärkeres, nicht müde machendes Medikament erhalten.

Heute am Arbeitstag zu Hause habe ich es ausprobiert.

Augen brennen, super es ist weg, so gut wie seit März nicht mehr.

Von Niessattacken morgens hat es mich nicht verschont. Die gab es aber auch gestern im Büro mit dem anderen Medikament 😉.

Aber ich hatte etwa seit mittags einen absolut ausgetrockneten Mund, mein Speichel ist awol und es fühlt sich im Mund metallisch an. Richtig eklig. Nichts hilft.

Also wird das Medikament nicht weiter eingesetzt, auch wenn es noch 49 Tabletten hätte. Dann doch lieber etwas Augen jucken, mit dem anderen Medikament. Und es besteht die Hoffnung das was da noch blüht bald ausgeblüht hat😝

Irgendwie gerade echt lästig das Allergietheater.

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Zurück ins Büro

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Ich las vor kurzer Zeit, man solle sich falls möglich genügend Zeit mit der Rückkehr ins Büro nehmen. Also nicht auf sofort von 0 Bürotagen auf 5 innert einer oder zwei Wochen.

Bei uns besteht zum Glück kein Zwang und keine Eile.

Ich war diese Woche 2 Tage im Büro. Und die haben mir für diese Woche gereicht. Ich schlief gut, stand gut auf, das Pendeln etc lief gut. Aber einerseits ist es mit immer Maske auf und runter, Hände waschen, Abstand halten doch etwas anstrengend, ich bin immer mit einem Teil des Gehirns auf die Einhaltung der Covid Regeln bedacht.

Und im Büro muss ich mich wieder an die Störungen gewöhnen, respektive die Methoden dagegen. Heute hatte ich über längere Zeit die Kopfhörer mit Musik auf dem Kopf. Das half super, war aber ungewohnt.

Jetzt gibts es wieder 2 Tage Homeoffice und nächste Woche auch wieder 2 Tage im Büro. Das reicht fürs erste😉.

Dem Kater auch. Der freute sich heute Abend sichtlich über meine Rückkehr.

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Unser Katerchen

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Heute früh hatte ich eher wenig Freude am Kater. Als ich die Zimmertüre öffnete, spielte er davor mit einer halbtoten Maus.

Nun gut, ich überliess das Einfangen dann den beiden Homeoffice Mitbewohnern, sprang unter die Dusche, wusch die Haare und brezelte mich Büro mässig halb edel auf😉.

Mit halbnassen Haaren verliess ich um 6 Uhr das Haus. Normalerweise trocknen die Haare in der S-Bahn bis zum aussteigen.

Heute nicht, weil der Zug eine Türstörung direkt in meinem Wagen hatte. Und dann 15 Minuten mit offener Tür an der Kälte stand. Wobei ich erst sah, dass das in unserem Wagen war, als ich ausstieg. Sonst hätte ich den Wagen gewechselt. Denn ich war danach ziemlich ausgekühlt.

Der Arbeitstag verlief mit viel Kommunikation, Meetings und Ablenkung ungewohnt unproduktiv. Und lang war er auch. Fast 13 Stunden aus dem Haus zu sein ist ungewohnt.

Männe wurde zu Hause auch gestört. Nicht von der Maus, die war schnell eingefangen. Aber der Kater miaute, bis Männe ihm in den Keller folgte. Dort stellte er sich miauend hinter meinen Bürostuhl:“Wo ist Anne, Miau?“

Echt supersüss. Beim Nachhause kommen, empfing er mich bereits beim Briefkasten an der Strasse, begeistert miauend. Was hiess das wohl? „Anne ist zurück?“

Mittlerweile bin ich wieder etwas ausgekühlt😉

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Wunderbarer Sommerabend

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Wir hatten gestern unser jährliches Strassenfest mit den Bewohnern der 18 Einfamilienhäuser an unserer Privatstrasse.

Das Fest findet seit etwa 6 Jahren statt, seit der Anteil der unter 80 jährigen Bewohner stieg. Gestern waren zum ersten mal die U 80 absolut in der Mehrzahl. Auch wenn noch zwei Witwen, welche ihre Häuser diesen Sommer erst verkauft haben, noch einmal eingeladen waren.

Es war herrlich warm, 15 Kinder zwischen 7 und 14 tobten wogend die Strasse auf und ab oder spazierten mit dem ebenfalls neu zugezogenen Collie um den nahen Wald.

Alle ü 17 sassen gemütlich, assen und tranken und machten sich bekannt mit den neuen Nachbarn. Sehr offene nette Leute und meine Muttersprache wird jetzt ebenfalls wieder in einem Haus gesprochen🇫🇷. Wie immer sassen am Schluss an einem Tisch nur noch die Frauen der jüngeren Generation und scherzten über Gott und die Welt. Ich habe den ganzen aktuellen Dorfklatsch erfahren und werde in Zukunft nach dem Flitzer* im Nachbarhaus Ausschau halten😉.

Nach der Woche war der Abend genau was mir gut tat.

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* Offenbar steht der junge Mann (gestern nicht dabei) gerne splitterfasernackt im Garten. Alle inkl die Kinder sahen ihn schon, nur wir nicht 💁‍♀️

Soso lala

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Die Giraffe konnte heute das Krankenhaus verlassen. Für die Erholung sicher besser, denn ein helles 4er Zimmer in welchem mit Leuten welche von der Pflege, Physio, Ärzten , Reinigung und Besuchern viel los ist, hilft bei der Heilung eines durchgeschüttelten Gehirns nicht. Und so selbständig wie die Giraffe ist und war, bestellte sie sich ein Uber und liess sich nach Hause chauffieren. In edlen Yoga Pants und Giraffen T‘Shirt😉

Wir sind auf Abruf falls sie uns oder etwas braucht, aber vorerst sind Ihre Freundinnen für sie da.

Nochmals sehr schlimm war es heute, dem Spatz nach seinen Ferien zu sagen, dass die nur etwas mehr als ein Jahr jüngere Schwester seeeehr viel Schutzengel gehabt hat und ziemlich lädiert ist. Er war auch geschockt.

Und ich bin zwischen Vorwürfen an mich und sehr viel Mitgefühl immer nah am Weinen. Produktiv gearbeitet habe ich heute nicht wirklich. Aber das ist bei mir fast nie der Fall, also verkraftbar.

Und den Weisswein welchen ich mir gönnte merkt man am Text. Aber irgendwie muss ich mir jetzt was gönnen.

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Telefonanrufe mit unbekannter Nummer

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Als wir uns gestern Abend die Turnschuhe anzogen um Spazieren zu gehen, sah ich dass ich 3 verpasste Anrufe von einer unbekannten Mobile Nummer hatte. Solche Anrufe ignoriere ich Rundwegs. ABER, ach Anne, 3 Anrufe könnten schon etwas bedeuten.

Nun gut, eben, ich dachte mir nichts dabei und wir gingen auf unseren wunderschönen Abendspaziergang. Um 21:00 lag ich zufrieden und entspannt auf dem Sofa, als die Giraffe mich anrief. Also ihr Mobilephone. Daran war eine Mitarbeiterin der Notfallstation des Unispitals, wo unsere Tochter gerade darauf wartete, ins MRI geschoben zu werden.

Ahem, ich könne um 23:00 den Arzt anrufen….

Da war auch klar, was die verpassten Anrufe waren. Die kamen von der Polizei. Dort rief ich dann auch noch an und und erfuhr was passiert war.

Sie geriet mit dem Fahrrad in eine Tramschiene und flog auf den Kopf. Und auf dem Kopf war kein Helm😢.*

Sie hatte riesiges Glück. Keine Hirnblutung, aber ein Schädelhirntrauma hat sie. Auch einen Yochbeinbruch, an der Stirn musste genäht werden und der Kiefer schmerzt. Und an den Händen und Knien ist sie böse aufgeschürft. Auch die Brillengläser sind geschüft😙

Wir waren heute Mittag kurz bei ihr und brachten ihr ein paar Dinge. Wir denken sie hat noch nicht ganz realisiert, wie zerschlagen sie ist.

Morgen kann sie evtl nach Hause, aber sie sollte nicht alleine sein. Zu uns will sie aus Prinzip nicht. 🤷‍♀️Wir sind ja so schrecklich😉.

Dann müssen halt ihre Freundinnen, welche in der Nähe wohnen, sich mit Babysitten absprechen. Wobei dabei dann Ruhe herrschen sollte, wegen dem Gehirn welches Erholung braucht. Das wird eine ziemliche Challenge für die Plapper Freundinnen.

Männe und ich haben heute frei genommen, denn nach der Nacht und überhaupt. Es gibt wichtigere Dinge im Leben. Das wurde uns wieder mal ganz deutlich.

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* Sie sagte sie sei nicht dazugekommen endlich einen neuen Helm zu kaufen. Da sagte ihr Papi ganz klar: „Das ist eine Frage der Priorität welche man sich setzt.“