Schon fast Tag und Vogelpfeiffen

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Irgendwie war ich nachts wieder am verarbeiten der Trauer. Als der Wecker kurz nach 5 ging, war mein Kopf voller Bilder. Darum liess ich mir viiiel Zeit und ging erst um 07:00 aus dem Haus. Da pfiffen die Vögel und das erste Tageslicht war auch schon da. Man spürt es, der Frühling steht vor der Tür.

Und der Zug ist angenehm leer, Ski- Schulferien 😉

Man liest sich

Ballerina?

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Nicht ganz, aber gemäss Giraffe sind meine Yoga Pants absolut stylisch 😉

Ah und ich trage sie heute im Homeoffice, weil sie mein, ich will Yoga machen Erinnerung’s Trigger sind.

Und stylisches Homeoffice schadet ja nix, auch wenn nur ich mich bewundern kann 😄

Zaghaft Pläne schmieden

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Auch wenn uns mit und nach der Beerdigung von nächster Woche noch viel bevorsteht, wir haben schöne Pläne für Ende Mai geschmiedet. 2 Wochen Tauchen auf Bonaire, die Buchungsanfrage ging eben raus 😉

Dann habe ich bezüglich Nachlass Inventar geguckt, was ich noch speziell beachten muss und festgelegt, von welcher Organisation wir uns, beim Wohnungsräumen der Papi Wohnung, helfen lassen.

Falls es nächstes Wochenende tolles Wetter ist, gehts ab in die Berge. Falls nicht, wird Papis Wohnung aufgeräumt und Kästen und Schubladen leergeräumt…

Die Enkel werden Sammeldinge vom Papi auf Ricardo bzw ebay feilbieten. Wenn euch dort in Zukunft, gefühlt 100 Gockel aus Holz, Metall etc begegnen, wisst ihr, aus welcher Ecke sie kommen 😉 Wir werden uns alle einen oder zwei nach Hause nehmen, aber alle, nee, den Spleen teilt niemand mit ihm 🙂

Dann können wir den Auftrag zum Putzen geben, damit die Wohnung, zum Preis Schätzen und dann Vorzeigen, an potentielle Käufer, proper aussieht.

Step by Step, mit dem Ausblick auf Tauchferien, geht alles leichter!

Schwarze Löcher in der Administration

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Einen Tag nach dem Tod vom Papi, habe ich seiner Pensionskasse, einen Brief mit Todesmeldung und Totenschein geschickt.

A- Post, also innerhalb eines Tages beim Empfänger. Leider ist er dort irgendwie in einem schwarzen Loch verschwunden. Denn seine Kasse bittet mich jetzt, um seinen Totenschein. Seltsamerweise hat auch meine Pensionskasse so schwarze Löcher. Bei beiden Steuerspar/ Deckungslücken schliessen Einzahlungen, im letzten Jahr, ging mein, obligatorisch sorgfältig ausgefüllt und eingereichtes Formular unter.

Aus Erfahrung weiss ich, dass es in der Regel vom schwarzen Loch wieder ausgespuckt wird.

Ich kann jetzt:

  • Angepisst anrufen, wochentags, zwischen 09:00 und 16:00, da hab ich ja immer gut Zeit 😉
  • Den Mist nochmals, eingeschrieben, senden
  • Einfach nix machen, abwarten und hoffen, dass das schwarze Loch es wieder zu Tage fördert
  • Und inständig hoffen, dass es bei den angeschriebenen Banken nicht auch noch schwarze Löcher gibt.

Nervig so was, das braucht es nicht 😢

Es dreht im Kopf

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Immer mal wieder Bilder von früher, immer mal der Gedanke:“Das musst du dem Papi erzählen“, oder „hm, das muss ich den Papi fragen“, das geht nicht mehr, leider. Beim meditieren, schlägt manchmal immer noch die dunkle Trauer hoch.

Nächsten Mittwoch findet die Trauerfeier statt und ich frage mich, wieviele Leute kommen werden. Auch ein Teil Papis doch auch alten Brüder, werden anrollen und 2 Cousins, einer aus Richtung Genf und einer aus Basel, beide übrigens meine Lieblingscousins, darum kommen sie ja auch.

Das Räumen der Wohnung muss noch völlig warten, meine Tante hält sich, im übertragenen Sinn, an jedem Rasierpinsel fest, am 30 jährigen „guten Geschirr“, mit abgeschlagenen Ecken, nee, das tue ich uns nicht an.

Ich habe mit dem Nichten Patenkind schon einige Dinge geklärt. Mehr so auf symbolische hingewiesen und gesagt, dass sie sich davon nehmen soll, was sie will.

Und auch, von welchen Dingen ich denke, dass es sich lohnt sie schätzen zu lassen. Aber ansonsten…wird jedes Papier in die Hand genommen, wenn nicht wichtig, wird es entsorgt. Die Kleider fliegen auch raus, nur die guten Cashmir Pullover, die tun mir leid, da werde ich schauen, ob ich jemanden finde dem sie passen. Aber das kann warten, bis meine Tante Ende nächster Wocher abreist.

Ich bin wieder etwas erholter, was auch daran liegt, dass ich mir diese Woche 3 Tage Homeoffice gegönnt habe. 2 Tage wöchentlich, habe ich mit dem Pralinenchef abgemacht, ich rannte offene Türen ein, wir haben viel zu wenig Arbeitsplätze 😉  Den 3. Tag heute, gönnte ich mir, weil ich nur calls hatte und keine Meetings vor Ort. So fielen an den 3 Tagen je 2 Stunden Pendlerei weg, das spürt man schon.

Jetzt einfach ruhig, step by step weitermachen, dann wird das schon gut enden, mit allem.

Genau noch 12 Monate

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Bleibe ich bei der Bank, wenn meine Leistung nicht anerkannt wird, vom Line Management.

Das Business stand voll hinter mir und fand mich super. Mein Team fand mich super, die Tochterfirma, alle Schnittstellenpartner und die Produkt Verantwortlichen. Aber die Line Manager 2016 und 2017, Katastrophe. Die sahen nicht was ich leistete, Produktivität und soziale Kompetenz wird nicht gemessen.

Jetzt habe ich einen super guten Line Manager, meine neue Arbeit ist so halb interessant, aber ich habe ja Aussichten auf.. aber wenn meine Leistung auch bei ihm so bewertet wird, wie jetzt, dann kündige ich und zwar umgehend. Da werden sie doof schauen, aber echt, dann doch lieber als Freelancerin auch mit 53.

Ach ja und ich habe letzte Woche auch meine letzte Rolle aus dem alten Departement abgegeben. Es hat fast keinen mehr der es macht, aber das ist mir so was von egal.

So und jetzt lesen oder etwas an den Papi denken und daran wie auch der Theologie im Trauergespräch begeistert von unserem Familien Umgang war. Und eine Idee, welche ich hatte und mit dem Papi und den Besuchern von ihm bis zum Tod durchzog, begeisterte ihn so, die wird am Gottesdienst erwähnt. Das ist doch was zählt im Leben.

Ein Stein vom Herzen

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Denn, die Dokumente für die Steuererklärung für den Papi habe ich unserem Treuhänder des Vertrauens übergeben. Noch bevor das Steueramt kam, sozusagen ein Frühstart.

Dann habe ich etwa 8 Banken angeschrieben und sie nach Zinsausweisen per 31.12 und 29.01 gebeten, beilage Totenschein.

Dann noch 2 Immobilien Verwaltungen angeschrieben und nach Nebenkosten Abrechnungen gefragt und seine Kreditkarten gekündigt und dem Bildhauer noch ein Bild des Grabsteins geschickt und wegen Inschrift für den Papi noch mit der Lieblingstante konferiert. So von wegen ob der 2. Vorname drauf soll. Wir haben uns für ein R. des 2ten Vornamens entschieden.

Dann gab es noch ein Telefon vom Einen der 5 Brüder des Papis in der alten Heimat. Der fragte zu Recht ganz lieb, wie ich denn alles so auf die Reihe kriege.

Das alles frass Zeit von 17.30 bis 21.00.

Jetzt bin ich völlig fix und fertig aber habe doch einen Brocken vom Herzen. Das sollte gegen die Übelkeit nützen.